Menü
Developer

Programmiersprachen: Finanzspritze soll Julia auf Release-Kurs bringen

Die Gordon and Betty Moore Foundation findet den Ansatz der freien, Open-Source-Sprache fördernswert, die allgemein eingesetzt werden kann, aber besonders bei numerischen Operationen und in der Datenwissenschaft brilliert.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 13 Beiträge
Finanzspritze soll Julia auf Release-Kurs bringen

Julia ist eine dynamische Programmiersprache, die sich vor allem an Entwickler im wissenschaftlichen und mathematischen Bereich richtet. Vorigen Monat erschien Julia 0.4. Damit kamen als neues Konstrukt die sogenannten Generated Functions hinzu, die spezialisierten Code beim Kompilieren abhängig von den übergebenen Argumenten erzeugen. Existiert beispielsweise eine generated function foo(x), die vom restlichen Programm einmal mit Integer-Werten und einmal mit einem String aufgerufen wird, so erstellt der Compiler zwei unterschiedliche Methoden, die zur Laufzeit passend verwendet werden. Darüber hinaus gab es zahlreiche Optimierungen zur Optimierung der Ladezeit und des Garbage Collectors.

Derzeit ist die Sprache trotz des wachsenden Interesses, das sich unter anderem in dem Ökosystem mit über 700 auf der Julia-Website registrierten Paketen widerspiegelt, weit davon entfernt, für den Produktiveinsatz zu taugen. Die Gordon and Betty Moore Foundation findet den Ansatz der freien, Open-Source-Sprache, die allgemein eingesetzt werden kann, aber besonders bei numerischen Operationen und in der Datenwissenschaft brilliert, fördernswert. Sie betonen besonders die Vorteile für die wissenschaftliche Arbeit wie die geringe Einstiegshürde für Mathematiker und Wissenschaftler, die Flexibilität und eine mit C vergleichbare Performance.

Die Data-Driven Discovery Initiative der von Intel Mitbegründer Gordon Moore (Mooresches Gesetz) und seiner Frau Betty gegründeten Stiftung subventioniert die Weiterentwicklung von Julia mit 600.000 US-Dollar über die nächsten zwei Jahre mit dem erklärten Ziel, dass die Sprache das Betastadium verlässt und die Version 1.0 mit Long Term Support erreicht. (rme)