Menü
Developer

Programmiersprachen: Google singt keinen Abgesang auf Dart

Nachdem Googles Engineering Director Brad Green in seiner Keynote auf der ng-conf 2017 den Einzug von TypeScript in die interne Entwicklung beim Internetkonzern vorgestellt hatte, stellt er nun klar, dass das keineswegs das Ende von Dart bedeute.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 16 Beiträge
Programmiersprachen: Lebenszeichen von Dart

Anfang April hatte Brad Green, der als Engineering Director bei Google für die Entwicklung des Angular-Frameworks verantwortlich ist, auf der Angular-Konferenz ng-conf die wachsende Bedeutung von TypeScript für das Unternehmen gezeigt. So setze es die von Microsoft vorangetriebene JavaScript-Alternative nun auch für interne Projekte ein, was bis März 2017 nicht möglich war. Zwischen den Zeilen entstand dabei die Frage nach der Zukunft von Googles eigenem JavaScript-Herausforderer Dart.

Nun stellt Green in einem Blogbeitrag klar, dass Dart und TypeScript in dieselbe Kategorie fallen und beide für die Client-seitige Entwicklung bei Google zum Einsatz kommen. Dart sei bereits seit gut vier Jahren beim Internetriesen bei Projekten wie AdWords, AdSense, Shopping sowie internen Werkzeugen wie Google CRM im Einsatz. Die Dart-Codebasis bei Google umfasse mehrere Millionen Zeilen. Seit Juli 2016 ist AngularDart, die Portierung des Angular-Frameworks auf Dart, ein eigenständiges Entwicklungsprojekt, während TypeScript wie JavaScript zu den standardmäßig von Angular unterstützten Sprachen gehört.

Microsofts Skriptsprache dürfen die hausinternen Programmierer seit März 2017 uneingeschränkt zur Client-Entwicklung nutzen. TypeScript und Angular on TypeScript kommen unter anderem bei Google Analytics, Firebase und der Google Cloud Platform (GCP) sowie bei internen Werkzeugen beispielsweise zum Bug-Tracking zum Einsatz.

Die Keynote von Brad Greene auf der ng-conf 2017 warf Fragen über die Zukunft von Dart auf.

Google hatte Dart erstmals 2011 als Alternative zu JavaScript vorgestellt. Als Vorzüge gegenüber JavaScript preisen die Macher die bessere Lesbarkeit. Außerdem ermöglicht der Strong Mode eine restriktive Typenprüfung, um unerwartetes Verhalten zu vermeiden. Microsoft hatte TypeScript dagegen nicht als komplett neue Programmiersprache, sondern als Obermenge von JavaScript entworfen. Die Skriptsprache bietet unter anderem statische Typisierung und das Kapseln von Klassen mit Modulen. Sie entstand vor allem mit Blick auf Großprojekte. Zu den Schöpfern gehört mit Anders Hejlsberg einer der Väter von C#. (rme)