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Programmiersprachen: Mozillas C/C++-Herausforderer Rust 1.2 verfügbar

Die Nebenversion wurde von ihren Entwicklern vor allem in Sachen Performance verbessert. Darüber hinaus sind die Arbeiten an den sogenannten Dynamically-sized Types abgeschlossen und eine 1.3-Beta steht bereit.

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Programmiersprachen: Rust 1.2 verfügbar

Nutzern von Rust steht seit Kurzem Version 1.2 der syntaktisch an C und C++ erinnernden Programmiersprache zur Verfügung. In ihr sind etwa 1200 Änderungen zu finden, von denen viele vor allem darauf abzielen, die Performance der Sprache zu erhöhen. So sollen unter anderem Pakete wie regex und rust-encoding schneller kompilieren und Anwender durch parallele Codegenerierung Zeit sparen können. Außerdem soll der Paket-Manager Cargo der Sprache schneller arbeiten, da er nun beispielsweise den Einsatz von Shared Target Directories ermöglicht.

Darüber hinaus haben die Entwickler die Implementierung sogenannter Dynamically-sized Types abgeschlossen. Hierfür haben sie seit dem letzten Release daran gearbeitet, dass intelligente Zeigertypen nun auch Typen ohne vorher festgelegte Größe, Arrays und Trait-Objekte umfassen können. Rust 1.2 enthält zudem erstmals Support für Microsofts Visual C Toolchain, sodass sich unter Windows der MSVC-Linker und lib C statt der GNU-Varianten zum Linken einsetzen lassen sollen. Da sich diese Funktionen allerdings noch in einer frühen Entwicklungsphase befinden, empfiehlt das Team in den Release Notes der breiten Allgemeinheit mit der Verwendung noch zu warten.

Mit der Veröffentlichung von Version 1.2 steht zudem eine erste Beta für Rust 1.3 zur Verfügung. Sie umfasst unter anderem das sogenannte Rustonomicon. Das Dokument soll Nutzer in die "dunklen Künste der fortgeschrittenen und unsicheren Rust-Programmierung" einführen. Weitere Neuerungen der Beta-Version sind in der Ankündigung zu finden. Auf Änderungen in der fertigen Nebenversion, die sich auf die Funktionsfähigkeit alten Codes auswirken, weist ein Abschnitt in den Release Notes hin.

Die Mozilla Foundation hatte Rust 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Mai 2015 konnten die Entwickler die erste Hauptversion von Rust 1.0 freigeben. Erst im Juli hatte Microsoft der Sprache Anerkennung gezollt, indem das Unternehmen Maßnahmen vorstellte, um Rust-Programmierer auch in seinem neuen Entwicklerwerkzeug Visual Studio Code mit Syntax-Highlighting zu unterstützen.

Siehe zu Rust auch auf heise Developer:

(jul)