Menü
Developer

Programmiersprachen: Phoenix soll quelloffene Alternative zu Apples Swift werden

Mit einem offenen Brief an Apples Tim Cook und der Bitte, Swift doch als Open-Source-Projekt zu führen, startet Phoenix als freie und offene Version der Mitte des Jahres vorgestellten Programmiersprache.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 111 Beiträge

Das Technikunternehmen ind.ie hat sein Projekt Phoenix der Öffentlichkeit vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine quelloffene und freie Version der von Apple im Sommer freigegebener Programmiersprache Swift. Mit der Bekanntmachung einher geht die Veröffentlichung eines Briefs an Apples Tim Cook. Darin fordert ihn ind.ie-Gründer Aral Balkan auf, über die Öffnung der Entwicklungsarbeiten der Sprache nachzudenken und Swift unter eine freie, offene Lizenz zu stellen, damit man sich die doppelte Arbeit sparen und direkt zum Original beitragen könne.

Weiterhin erinnert Balkan Cook an die Vorarbeit, die Entwickler wie Richard Stallman (GNU C-Compiler) und Chris Lattner (LLVM, Lattner war im Übrigen auch an der Entwicklung von Swift beteiligt) geleistet haben und auf die Apple im Laufe seiner Geschichte immer wieder zurückgegriffen hätte. Schließlich stellt er Phoenix nicht als Konkurrenz dar, sondern als eine Art freundlichen Schubser, der Apple mit Swift zurück auf den richtigen Weg schicken soll.

Das Projekt befindet sich derzeit noch in seinen Anfängen, was sich vor allem in dem wenigen Code und der nicht sehr detailreichen Projektseite widerspiegelt. Erste Updates sollen wohl im Laufe der Woche folgen. Momentan arbeitet Greg Casamento, Chief Maintainer des GNUStep-Projekts, allein an dem unter GNU GPLv3 geschützten Phoenix und sucht nach Unterstützern.

Apple hatte Swift im Juni auf der WWDC 2014 vorgestellt. Die Sprache setzt auf LLVM und soll die Entwicklung von Anwendungen für iOS X und OS X erleichtern. Im Gegensatz zu Objective-C, das ebenfalls bei der Entwicklung für Apple-Geräte zum Einsatz kommt, soll Swift wesentlich sicherer und performanter sein. Eine Öffnung der Quellen könnte besonders interessant sein, um damit auch für andere Betriebssysteme entwickeln zu können.

Siehe zu Swift auch auf heise developer:

(jul)