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Projektmanagement: Atlassian baut Jira um

Das Projektmanagement- und Bug-Tracker-Tool Jira bekommt unter anderem Roadmaps und individuelle Boards.

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Atlassian baut Jira um

Der australische Softwarehersteller Atlassian hat Jira rundum erneuert. Damit soll die seit sechzehn Jahren entwickelte Projektmanagementsoftware den Ansprüchen heutiger Softwareentwicklerteams besser entsprechen, die mit agilen Methoden Software für die Cloud erstellen. Als Vorlage für die Ansprüche diente dabei laut den Machern auch die eigene Entwicklung von Jira.

Jira-Boards lassen sich nun individuell gestalten, um Arbeitsabläufe, Issue-Typen und weitere Felder den Anforderungen anzupassen. Auf den ersten Blick dürfte bei der Umsetzung Trello eine gewisse Vorbildfunktion gehabt haben. Atlassian hatte mit der Trello-Übernahme Anfang 2017 das Portfolio der hauseigenen Projektmanagementwerkzeuge erweitert, zu denen neben Jira auch Bitbucket und Confluence gehören.

Roadmaps sollen das Zusammenspiel mehrerer Teams verbessern. Sie teilen das Gesamtprojekt in Unteraufgaben auf, die Projektleiter in einen zeitlichen Kontext bringen können. Auf die Weise erhalten alle Entwickler einen Einblick in den Fortschritt und die Planung der jeweiligen Unterprojekte.

Die Roadmap gehört zu den optionalen Funktionen, die Projektleiter in der Gesamtübersicht den Anforderungen des Projekts anpassen können. Daneben existieren optionale Ansichten für das Backlog, die Sprints, die Reports und eine Team Estimation. Ansichten lassen sich zudem über vorgefertigte Filter erstellen. Dazu ist kein JQL (Jira Query Language) nötig, das Entwickler aber weiterhin zusätzlich verwenden können.

Die optionale Roadmap lässt sich per Drag-and-Drop anpassen.

(Bild: Atlassian)

Für Jiras Kernfunktion als Tool zur Verwaltung von Issues gibt es ebenfalls ein komplett neues Design, das für mehr Übersicht sorgen soll, welche Issues höchste Priorität haben und wie sich Teammitglieder so einbringen können, dass Issues geschlossen werden können. Projektleiter können zudem einzelnen Issue-Typen unterschiedliche Text-, Datums-, Zahlen-, Zeit-, Drop-down- oder Label-Felder zuordnen.

Issues lassen sich individuell anpassen.

(Bild: Atlassian)

Mit der neu eingeführten mobilen App Jira Cloud Mobile können Entwickler mit Android- und iOS-Endgeräten auf die Projektansicht zugreifen. Unter anderem können sie Issues bearbeiten, erstellen und auch löschen. Auch Sprints lassen sich mit der mobilen App starten und abschließen.

Für das neue Jira hat das Team den kompletten Unterbau der Software erneuert. Es hat den Monolithen in eine Microservice-Architektur überführt und das Rechtemodell angepasst. Außerdem gibt es neue APIs zur Anbindung externer Software.

Weitere Details lassen sich der englischen und der deutschen Ankündigung entnehmen. Eine öffentliche Jira-Roadmap listet die bereits fertigen sowie die in Kürze geplanten neuen Funktionen auf. Jira kostet in der Cloud-Variante 7 US-Dollar pro Nutzer und Monat. Kleine Teams mit bis zu zehn Anwendern zahlen pauschal 10 US-Dollar monatlich. Unternehmen können Jira auch auf eigenen Servern hosten. (rme)