Puppet veröffentlicht Version 2.0 des Task Runner Bolt

Das Automatisierungs-Tool Bolt bietet in Version 2.0 unter anderem ein neues Inventory-Dateiformat, mit dem Entwickler Informationen von Plug-ins laden können.

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(Bild: Gerd Altmann, gemeinfrei (Creative Commons CC0))

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Das Unternehmen Puppet hat Version 2.0 seines Task Runner Bolt veröffentlicht. Das Open-Source-Werkzeug zur Automatisierung der Infrastrukturwartung bietet nun ein neues Inventory-Dateiformat, um Informationen von Plug-ins zu laden. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, Aufgaben zu schreiben, die auf einem externen Proxy-Ziel ausgeführt werden. Außerdem hat Puppet die API des Projekts überarbeitet. Eine Migration auf Bolt 2.0 soll laut Puppet wohl relativ schmerzfrei ablaufen.

Mit dem neuen Dateiformat in Bolt 2.0 können Entwickler externe Plug-ins im Zusammenspiel mit dem Task Runner nutzen. Initial unterstützt Bolt nun die Projekte Vault und Terraform sowie die Cloud-Angebote von AWS und Azure. Mit der Neuerung können Anwender beispielsweise Secrets von externen Quellen laden, Ziele in dynamischen Umgebungen aufdecken und das Verhalten von Planfunktionen konfigurieren. Puppet bietet eine ausführliche Dokumentation zum Einsatz von Plug-ins.

Entwickler können Bolt nun einsetzen, um Aufgaben zu definieren, die auf externen Zielen ablaufen sollen. Das soll es einfacher machen, Netzgeräte, Cloud-APIs oder andere Ziele in den Automatisierungs-Workflow von Bolt einzubeziehen. Um ein solches Szenario umzusetzen, müssen Anwender eine Aufgabe für ein Proxy-Target schreiben, die dann mit dem echten Ziel interagiert.

In puncto API hat Puppet die Target-API überarbeitet, mit der Entwickler mit einem bestimmten Zielobjekt interagieren. Neu ist unter anderem die Möglichkeit, einen config-Wert direkt für die Ziele zu definieren und neue Ziele auf Basis des Dateiformats der Inventory-Datei zu definieren. Außerdem können Nutzer nun wohl Ziele anlegen, die nicht den Hostnamen oder Passwörter beinhalten müssen.

Bolt ist ein Open-Source-Orchestrierungswerkzeug, das die Infrastrukturwartung automatisiert. Mit Bolt können Anwender Aufgaben automatisieren, die sie als Teil eines größeren Orchestrierungs-Workflows durchführen. Bolt können Entwickler beispielsweise zum Patchen und Aktualisieren von Systemen, zur Fehlerbehebung bei Servern, zur Bereitstellung von Anwendungen oder zum Anhalten und Neustarten von Diensten verwenden. Die Installation ist lokal möglich, Bolt stellt eine direkte Verbindung zu externen Zielen mit SSH oder WinRM her. Version 1.0 hatte Puppet im Rahmen seiner Hausmesse Puppetize im Jahr 2018 erstmals vorgestellt.

Einen vollständigen Überblick über die neue Version 2.0 bietet ein Blogbeitrag zum Release. Weiterführende Informationen bietet die offizielle Website des Projekts. (bbo)