Puppet veröffentlicht Werkzeug zum Messen der DevOps-Performance

Mit dem Tool sollen IT-Führungskräfte einen Überblick darüber erhalten, wie ihre DevOps skalieren. Die anderen Werkzeuge von Puppet wurden aktualisiert.

 –  2 Kommentare
Puppet veröffentlicht Werkzeug zum Messen der DevOps-Performance

(Bild: Simon / Pixabay)

Puppet hat auf seiner Hausmesse, der Puppetize Live in San Francisco, eine Reihe neuer Tools vorgestellt, mit denen Unternehmen ihre DevOps-Ausrichtung vorantreiben können sollen. Darunter befindet sich ein neues Produkt zur quantifizierbaren Messung und Bewertung von Auswirkungen der durch DevOps erbrachten Performance.

Puppet Insight, das neue Analysewerkzeug, will die Visualisierungs-Tools von Puppets Übernahme des Start-up-Unternehmens Reflect sowie die umfangreichen Daten aus dem jährlichen "State of DevOps"-Bericht zusammenbringen. Unternehmen müssen keine Puppet-Kunden sein, um das noch allein als Private Beta vertriebene Insight verwenden zu können.

Monitoring der DevOps-Projekte mit Puppet Insights (Bild: Puppet)

Das Produkt korreliert Daten von Tools wie GitHub, Jira, Travis CI und Puppet Pipelines. Benutzer sollen damit offenbar Commits von der Entwicklung bis zur Produktion verfolgen können. Nachdem die Daten zusammengetragen wurden, zieht Puppet Insight weitere Daten heran, die aus Quellen wie dem "State of DevOps"-Report sowie anonymisierten Daten anderer Insights-Benutzer stammen. Sämtliche Informationen werden schließlich visualisiert, damit Unternehmen ihre Fortschritte messen und mit anderen Unternehmen vergleichen können. So lassen sich angeblich Engpässe in den Prozessen einer Firma finden, auch werden konkrete Empfehlungen gegeben.

Neben der Einführung von Puppet Insight hat das Unternehmen auf Aktualisierungen seines aktuellen Produktportfolios hingewiesen. Mit dem auf Puppet 6 basierenden Puppet Enterprise 2019 können Anwender jetzt Aufgaben auf nicht verwalteten Knoten ausführen. Puppet ist somit das wohl erste Automatisierungsprodukt, das das Knotenmanagement über Agenten oder agentenlose Frameworks unterstützt. Puppet Enterprise 2019 soll darüber hinaus eine bessere Funktionalität bei der End-to-End-Verschlüsselung bieten.

Puppet Pipelines for Containers 3.3.1 unterstützt nun Helm-Charts. Darüber hinaus enthält Continuous Delivery für Puppet Enterprise 2.0 eine neue Impact-Analyse-Funktion, mit der Kunden einschätzen können, welche Teile ihre Infrastruktur von Änderungen betroffen sind.

Puppet Discovery, ein Service, der Infrastruktur und Anwendungen scannt, um herauszufinden, was automatisiert werden kann, wurde ebenfalls aktualisiert. Kunden können nun mit Version 1.6 direkt Maßnahmen für die erkannten Ressourcen ergreifen, indem sie Aufgaben aufrufen. Puppet Discovery unterstützt jetzt außerdem OpenStack. Zudem gibt es nun ein Feature namens Vulnerability Remediation. Damit lassen sich Schwachstellen aufspüren und Teams einen besseren Einblick vermitteln, wie sie die Fehler schnell beheben können.

Der Task Runner Puppet Bolt hat schließlich die Version 1.0 erreicht. Das quelloffene agentenlose Multi-Plattform-Automatisierungstool unterstützt nun die über 5000 Puppet-Forge-Module. Es soll die Automatisierung deutlich zugänglicher machen, ohne dass dafür Kenntnisse über Puppet, Agenten oder Master benötigt werden. Es verwendet SSH oder WinRM, um Aufgaben auf entfernten Systemen anzustoßen und auszuführen. Teams können Aufgaben wie das Starten und Stoppen von Diensten, das Neustarten von Remote-Systemen und das Sammeln von Paketen und Systemdaten von jedem angebundenen Linux- und Windows-Rechner anstoßen. (ane)