Python-Programme unter Android nutzen

Das neue Softwareprojekt Python for Android will die Verteilung von Python-Programmen auf Googles mobilem Betriebssystem vereinfachen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen
Von
  • Alexander Neumann

Das neue Softwareprojekt Python for Android will die Verteilung von Python-Programmen auf Android-Geräten vereinfachen. Wenn das Android SDK/NDK installiert ist, schnappt sich Python for Android die Python-Anwendung und erzeugt eine Distribution in Form von Androids APK-Format (Application Package File). Das Softwarepaket besteht dann aus einer Laufzeitumgebung und den für das Abspielen einer Applikation benötigten Python-Modulen. Die Ankündigung beschreibt Voraussetzungen und Vorgehensweise.

Hinter der Software stehen die Entwickler von Kivy, einer frei verfügbaren, plattformunabhängigen RAD-Bibliothek (Rapid Application Development) unter GPLv3. Mit Kivy lassen sich grafische Anwendungen für Android, Mac OS X, Linux und Windows bauen, die neben klassischen Eingabegeräten auch Touchscreens unterstützen. Die "verpackte" Anwendung besteht derzeit nur aus einem Bootstrapping, das die Daten komprimiert, eine OpenGL-2.0-Zeichenoberfläche erzeugt und die Audio- und Touch-Ereignisse umsetzt. Obgleich Python for Android für das Kivy-Projekt entwickelt wurde, sind auch andere Entwickler willkommen, einen einfacheren Boostrapping-Mechanismus zu entwickeln und Unterstützung für andere Toolkits nachzurüsten.

Python-Skripte lassen sich unter Android mit dem Android-Scripting-Projekt ausführen, dieses erzeugt jedoch keine einfach zu installierenden geschlossen Binärdateien.

Der Quellcode von Python for Android steht unter der LGPLv2 auf der Projekt-Hosting-Plattform GitHub zur Verfügung. Bislang ist er nur unter Ubuntu 11.10 getestet. Unterstützt werden zum jetzigen Zeitpunkt die Python-Module peg, pil, png, sdl, sqlite3, pygame, kivy, android, libxml2, libxslt, lxml, ffmpeg und openssl. (ane)