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Python erreicht Spitzenwert bei Softwarequalität

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Spätestens als für Googles Platform as a Service (PaaS) App Engine noch vor allen anderen Programmiersprachen Python gewählt wurde, gilt das als Durchbruch der Sprache. In einigen Rankings nimmt Python mittlerweile sogar schon die vierte Position ein. Dass die Sprache einen äußerst hohen Reifegrad besitzt, verdeutlicht nun eine Studie des IT-Dienstleisters Coverity.

Dieser ist einerseits für ein Werkzeug zur statischen Code-Analyse bekannt, andererseits für den regelmäßig durchgeführten Coverity Scan Report, bei dem das Unternehmen große Open-Source- und proprietäre Softwareprojekte hinsichtlich Vollständigkeit und Qualität untersucht – das Ergebnis, die Fehlerdichte ("defect density"), wird hierbei in Fehlern pro tausend Codezeilen gemessen. Die jetzige Auseinandersetzung mit Python basiert auf den Ergebnissen dieses Reports. Coveritys diesem zugrunde liegende Testplattform kommt auch bei der Entwicklung der Sprache zum Einsatz.

Für die hohe Qualität von Python spricht, dass die zugrunde liegende Software durchschnittlich nur 0,005 Fehler pro 1000 Codezeilen enthält. Zur Einschätzung dieses Werts: Im Coverity Scan Report kommen die beobachteten Open-Source-Projekte auf durchschnittlich 0,69 Fehler pro 1000 Zeilen Code. Als Standardwert für eine Software mit guter Qualität gilt für gewöhnlich eine Fehlerdichte von weniger als 1,0. Laut Coverity stellt der für Python jetzt konstatierte Wert das beste Ergebnis für ein Open-Source-Projekt dieser Größe dar.

Python gehört von Beginn des Scan Report an zu den beobachteten Projekten. Über die Jahre stellte man knapp 1000 neue Fehler fest, von denen die Entwickler laut Coverity 860 gefixt haben. Auch wird ihnen bescheinigt, die Fehler mit größeren Auswirkungen sehr gewissenhaft anzugehen. Für die jetzige Untersuchung analysierte der Testexperte knapp 400.000 Codezeilen des derzeit aktuellen Python 3.3.2. Hierbei wurden noch mal 181 neue Fehler entdeckt.

Python wurde vor über 20 Jahren von Guido van Rossum entwickelt, zu ihren Nutzern zählen neben Google (so auch bei YouTube) unter anderem das CERN und Mozilla. (ane)