Menü
Developer

Q#: Microsofts Development Kit für Quantencomputing mit eigener Programmiersprache und Simulator

Mit der neuen, in Visual Studio integrierten Programmiersprache Q# will Microsoft Entwicklern die Programmierung von Quantencomputern vereinfachen. Die Preview des Quantum Development Kit steht ab sofort zur Verfügung.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 6 Beiträge
Q#: Microsoft stellt Preview seines Development Kit für Quantencomputing vor

(Bild: Microsoft)

Zur diesjährigen Unternehmenskunden-Konferenz Ignite hatte Microsoft-Chef Satya Nadella ausgiebig über die Aktivitäten des Konzerns in Sachen Quantencomputing gesprochen. Die im September in Aussicht gestellte Testumgebung für Entwickler, die sich schon heute in die Programmierung auch zukünftiger Quantencomputer einarbeiten möchten, liegt ab sofort als Preview vor. Das Quantum Development Kit umfasst neben der neuen Programmiersprache Q# (sprich: Q sharp) einen Quantencomputer-Simulator sowie ergänzende Ressourcen für die Programmierung solcher Rechner.

Mit der neuen Entwicklungsumgebung will Microsoft auch Entwickler ansprechen, die sich nicht in die komplexen Tiefen der Quantenphysik einarbeiten wollen, um Quantencomputer programmieren zu können. Das Quantum Development Kit fügt sich dazu nahtlos in Visual Studio ein und bietet damit eine vielen Entwicklern vertraute Umgebung. Der integrierte Simulator lässt sich lokal installieren und soll mit gängiger Notebook-Hardware auskommen. Entwicklern stehen damit immerhin 30 logical Qubits zur Verfügung, um erste Programme zu testen und zu debuggen. Wird eine leistungsfähigere Simulationsumgebung benötigt, stellt Microsoft einen weiteren Simulator in der Azure-Cloud parat, der mindestens 40 logical Qubits simulieren können soll.

In der vorliegenden Version eignet sich das Quantum Development Kit für die Programmierung aktuell verfügbarer Quantencomputer. Es soll aber ebenso das von Microsoft favorisierte Konzept eines Quantencomputers auf Basis sogenannter topologischer Qubits unterstützen. Bis solche Systeme serienreif sind, sollen Wissenschaftler und Softwareentwickler Microsofts Entwicklungsumgebung primär als Spielfeld nutzen, um sich mit den Besonderheiten des Quantencomputings vertraut zu machen. „Wir hoffen, dass sie mit Effekten wie Quantenteleportation herumspielen und davon fasziniert sind“, erklärt Krysta Svore, die in Microsofts Quantencomputing-Team für die Entwicklung des Simulators und des Development Kits verantwortlich ist. (map)