Qt 3D Studio 2.4 kann dynamisch Objekte erstellen

Außerdem verabschiedet das Release sich aus Performancegründen von Qt 3D und setzt direkt auf OpenGL.

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Die Qt Company hat Version 2.4 von Qt 3D Studio veröffentlicht. Das Werkzeug zum Erstellen von 3D-Szenen soll vor allem auf Embedded-Umgebungen deutlichen Performancezuwachs im Vergleich zu 2.3 bringen. Dazu haben die Entwickler die Laufzeitumgebung umgeschrieben und auf Qt 3D verzichtet. Neu ist zudem die Option dynamisch Objekte zu erstellen, und Qt 3D Studio 2.4 ermöglicht den Einsatz von Vertex-Shadern in selbstdefinierten material-Objekten.

Bei der Laufzeitumgebung rudert das Werkzeug im Interesse der Performance zurück, da es auf Qt 3D verzichtet und die entsprechende Dependency nicht mehr benötigt. Die Entwickler hatten die Runtime für Version 2.0 seinerzeit auf den Einsatz mit Qt 3D umgestellt. Als wichtigen Grund nannten sie die einfachere Erweiterbarkeit durch die einheitliche Basis auf Qt-Modulen.

Allerdings hat die Umstellung wohl besonders im Embedded-Umfeld zu Performanceeinbußen geführt. Daher setzt Qt 3D Studio 2.4 nun wieder auf die Architektur der 1.x-Versionen des Tools, und die Laufzeitumgebung baut damit direkt auf OpenGL statt auf Qt 3D auf. Eine genaue Ausführung und Benchmarks führt ein Blogbeitrag auf.

Die Änderungen unter der Haube haben keinen nennenswerten Einfluss auf die Codekompatibilität. Entwickler müssen lediglich die import-Anweisungen anpassen und ihren Code neu kompilieren. Einige 3D-Studio-Präsentationen zeigen zudem beim Öffnen mit Version 2.4 die Fehlermeldung "Some custom materials, effects, and behaviors may not work correctly", die jedoch nach dem Speichern verschwindet. Grund für die Meldung ist das geänderte Dateiformat, das Farben einen Alpha-Wert hinzufügt und daher als vec4 statt wie bisher als vec3 ablegt.

Als augenscheinlichste Neuerung im Funktionsumfang ist das dynamische Erstellen von Objekten zu nennen. Entwickler können neuerdings zur Laufzeit Objekte beispielsweise aufgrund von Sensorwerten erzeugen. Dazu können sie entweder neue Instanzen von in der Präsentation enthaltenen Objekten erstellen oder auf die Klasse Q3DSGeometry zurückgreifen, um individuelle Objektgeometrien zu erzeugen. Zum leichten Einstieg hat die Qt Company Beispielcode veröffentlicht.

Eine Beispielapplikation hilft beim Einstieg in das Verwenden dynamischer Objekte.

(Bild: Qt Company)

Weitere Details zu Qt 3D Studio 2.4 lassen sich dem Qt-Blog entnehmen, der auch die unterschiedlichen Wege zur Installation des Tools über einen Online- oder Offline-Installer aufführt. Außerdem verweist er auf das Git-Repository mit der Laufzeitumgebung, um die Runtime für spezifische Betriebssysteme zu erstellen.

Mehr dazu auf heise Developer: