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Qt: Aktualisierte Runtime für 3D Studio und neues Produkt Design Studio

Version 2.0 des Qt 3D Studio hat eine neue Runtime. Das neue Produkt Qt Design Studio soll die Zusammenarbeit zwischen Designern und Entwicklern vereinfachen.

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Qt: Aktualisierte Runtime für 3D Studio und neues Produkt Design Studio

Die Qt Company hat Version 2.0 des Qt 3D Studio veröffentlicht. Zur gleichen Zeit ist ebenfalls das neue Werkzeug Qt Design Studio in einer Vorschauversion erschienen. Qt 3D Studio dient zum Erstellen von 3D-Nutzerinterfaces und bringt in der neuen Version sowohl eine neue Runtime als auch Verbesserungen in der Bedienbarkeit mit. Bei Qt Design Studio handelt es sich hingegen um eine völlig neue Entwicklungsumgebung zum Erstellen von User Interfaces (UI).

Die größte Neuerung für Qt 3D Studio 2.0 ist die neue Runtime, die auf dem Qt-3D-Modul aufbaut. Damit ist die komplette Rendering-Engine jetzt mit Qt geschrieben und folgt damit den regulären Qt-Modul-Gegebenheiten. Dadurch will das Qt-Team in Zukunft neue Features einfacher hinzufügen können. Auch Wartungsarbeiten sollen dadurch einfacher von der Hand gehen. Um Regressionen zu vermeiden, liefert Qt allerdings die alte Runtime in der neuen Version noch mit.

Der neue Hintergrund in der 3D-Design-Ansicht

(Bild: The Qt Company)

Weitere Änderungen beschränken sich hauptsächlich auf die Bedienbarkeit. Die 3D-Design-Ansicht hat jetzt einen farblich abfallenden Hintergrund, um die Orientierung des Viewport besser erkennen zu können. Außerdem haben Kamera- und Lichtobjekte eine bessere Visualisierung erhalten, um die Effekte besser darzustellen. Zusätzlich können Entwickler mit Dateneingaben die Interaktion zwischen Applikationslogik und User Interface definieren. Qt bietet eine Anleitung für den schnellen Einstieg in die Arbeit mit Qt 3D Studio.

Mit dem Qt Design Studio möchte Qt ein Werkzeug zur UI-Entwicklung anbieten, das von Entwicklern und Designern gleichermaßen genutzt wird. Sie sollen damit schnell Prototypen und komplexe, skalierbare UIs erstellen können. Die Entwicklungsumgebung soll dabei den Wechsel zwischen grafischer Ansicht und einer QML-Codeansicht (Qt Modeling Language) ermöglichen.

Designer sollen Komponenten außerdem in Photoshop erstellen können und einfach in das Design Studio importieren können. Das Werkzeug übersetzt die Photoshop-Dateien in QML. Design Studio soll außerdem auf Zeitstrahlen basierte Animationen, visuelle Effekte und geometrische QML-Figuren bieten. Mit einer QML Live Preview sollen Änderungen am UI-Design direkt getestet werden können.

Version 1.0 des neuen Produkts soll bis zum Ende des Jahres erscheinen. Wer Design Studio jetzt schon ausprobieren möchte, kann es aktuell kostenfrei testen. (bbo)