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Qt Automotive Suite 2.0 bietet eine Anbindung an Qt 3D Studio

Die Plattform zum Erstellen von Anwendung für In-vehicle Infotainment bringt in der zweiten Hauptversion vor allem eine erweiterte Integration in Entwicklertools. Außerdem gibt es neue Funktionen, und ein neues Referenz-UI steht in den Startlöchern.

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Qt Automotive Suite 2.0 bekommt Anbindung an Qt 3D Studio

Die Qt Company hat Version 2.0 der in Zusammenarbeit mit KDAB und Pelagicore erstmals 2016 vorgestellten Qt Automotive Suite herausgegeben. Zu den Neuerungen gehört unter anderem die Anbindung an das Ende 2017 erschienene Qt 3D Studio 1.0, das auf das Project DRIVE Design aufbaut, das Nvidia der Qt Company voriges Jahr übergeben hatte. Mit dem Tool lassen sich interaktive 3D-Oberflächen erstellen, die nun auch in die Infotainmentsysteme Einzug halten sollen.

Auch wenn im Dezember Qt 5.10 erschienen ist, setzt die Qt Automotive Suite auf Qt 5.9, da es sich dabei um ein LTS-Release handelt (Long-term Support), das drei Jahre garantierten Support erhält. Neu ist auch die Integration von Qt Safe Renderer, das eine funktionale Sicherheit der Benutzerschnittstelle gewährleisten soll und Symbole nach dem ISO-Standard verwendet. Damit erstellte UIs sollen sich nach ISO 26262 zertifizieren lassen.

Die Macher haben zudem den Qt Application Manager erweitert, der die Anbindung der Anwendungen an die UI verwaltet. In Version 2.0 der Suite lassen sich nun einzelne Anwendungen abhängig von den internen Bibliotheken des Application Manager starten. Außerdem bietet das Tool eine erweiterte Monitoring-API und ein verbessertes Logging beim Start von Anwendungen. Entwickler können den Application Manager neuerdings direkt aus Qt Creator heraus mit einem Plug-in starten, das als Wrapper für die Kommandozeilenbefehle dient.

Die Suite bietet neuerdings Anbindungen an Qt 3D Studio und Safe Renderer.

(Bild: Qt)

Qt IVI dient als Schnittstelle für die Standardisierung der In-vehicle-Infotainment-Anwendungen (IVI). Qt Automotive Suite 2.0 bietet eine Integration an Standardvorgaben unter anderem von der GENIVI Alliance und dem unter der Dach der Linux Foundation stehenden Automotive Grade Linux (AGL).

Die Anbindung an GammaRay von KDAB dient dem Überwachen und Ändern der Anwendungen zur Laufzeit. Die Entwickler des Tools haben einige spezielle Ergänzungen zur Anbindung an die Suite vorgenommen, darunter Diagnosefunktionen für Qt Quick Layout und QML-Bindings. Außerdem wollen sie die Performance verbessert haben, damit die Analyse die getestete Anwendung weniger ausbremst.

Als Referenz-UI kommt nach wie vor Neptune zum Einsatz, das neuerdings Qt Quick Controls 2.0 verwendet und ein neues Framework für Benachrichtigungen enthält. In Kürze soll die Suite zudem ein weiteres Referenzdesign erhalten. Die Entwicklung hat der Qt-Partner Luxoft übernommen, der Codename ist Triton.

Vorschauversion des Triton UI

(Bild: Qt)

Weitere Details lassen sich dem Qt-Blog entnehmen. Die Qt Automotive Suite verbindet Frameworks und Bibliotheken von Qt mit Schnittstellen zu Anwendungen von Drittanbietern. Sie dient dem Erstellen von IVI-Anwendungen und bietet eine einheitliche Plattform zur Entwicklung von Infotainmentsystemen auf Basis von Qt. (rme)