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Qt for Python 5.11 ist fertig

Qt for Python 5.11 ist eine erste offizielle Version der Schnittstelle für Python-Programmierer. Sie entspricht derzeit noch einer Technical Preview.

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Qt for Python 5.11 ist fertig

Mit Qt for Python 5.11 ist ein erstes offiziell unterstütztes Release der sich auch an Python-Entwickler richtenden Variante des Qt-Toolkits freigegeben worden. Bei Qt for Python handelt es sich um eine Überarbeitung von PySide 2 seitens der Qt Company. Wie es die Versionsnummer andeutet, bezieht sich Qt for Python 5.11 auf die kürzlich erschienene Version 5.11 von Qt. Die Python-Bindings haben offenbar derzeit noch den Status einer Technical Preview.

Mit PySide gibt es seit den Zeiten, als sich noch Nokia um das GUI-Framework Qt kümmerte, eine Schnittstelle für Python-Programmierer. Infolge des Verkaufs von Qt an Digia wechselten auch die Rechte an PySide den Besitzer und später dann an die Qt Company. Doch hatten sich die Qt-Entwickler für lange Zeit nicht in gewünschter Weise um die Binding-Technik gekümmert. Eine Änderung erfolgte 2016. Denn PySide wurde zu einem voll unterstützten Mitglied der Qt-Produktfamilie erklärt – mit der Folge, dass die Bibliothek nun unter den gleichen Entwicklungsprinzipien und mit dem gleichen Lizenzmodell wie die anderen Qt-Techniken betrieben wird. PySide 2, dieses Jahr umbenannt in Qt for Python 5.11, basiert darüber hinaus auf dem aktuellen Qt 5.11.

Auf dem diese Woche tagenden, mittlerweile zu Ende gegangenen Qt Contributors' Summit wurde übrigens einmal mehr darüber diskutiert, wann mit der Entwicklung von Qt 6 begonnen werden soll. Letztes Jahr gab es bereits Meinungen, die den großen Releasesprung für die Version nach Qt 5.11 forderten. Nun sieht es danach aus, dass die nächste Generation auf Qt 5.14 folgen wird. Demnach ist mit einem Erscheinen wahrscheinlich im Jahr 2020 zu rechnen.

Qt 6 soll Dinge wie Verbesserungen an der QIODevice-Klasse, einen Qt Quick Scenegraph, verbesserte Accessability und ein Vulkan-Backend bringen. Aber auch die Unterstützung für C++17 spielt offensichtlich eine gewichtige Rolle, inwiefern Qt 6 bereits C++20 unterstützen wird, steht derzeit noch in den Sternen. Andere Qt-6-Features, die auf dem Summit diskutiert wurden, sind reduzierter Speicherverbrauch, eine höhere Leistung, die APIs so einfach wie möglich zu halten und eine möglichst weit gehende Rückwärtskompatibilität.

Qt ist ein in C++ geschriebenes GUI-Toolkit, das unter anderem auf Linux, macOS und Windows identische Funktionen bereitstellt und so das Erstellen von Cross-Plattform-Anwendungen erleichtern soll. (ane)