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Quantencomputing: Microsofts Development Kit wird Open Source

Das QDK mit Tools und Beispielen zum Entwickeln mit der Programmiersprache Q# ist nun quelloffen verfügbar.

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(Bild: Shutterstock)

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Microsoft hat das Quantum Development Kit (QDK) als Open-Source-Projekt veröffentlicht. Wie im Rahmen der Build 2019 angekündigt, stehen damit Werkzeuge sowie Beispielanwendungen und Anleitungen zum Entwickeln mit der Programmiersprache Q# für Quantencomputer quelloffen bereit. Microsoft betont, dass es das QDK als Community-Projekt sieht, das durch die gemeinsamen Bemühungen von Forschern, Entwicklern und Akademikern gewachsen ist und weiter wachsen soll.

Erstmals vorgestellt hatte Microsoft das Entwicklerkit Ende 2017 im Rahmen der Kundenkonferenz Ignite. Im Mai diesen Jahres kündigte das Unternehmen die geplante Umsetzung in ein Open-Source-Projekt an. Da es an serienreifen Systemen mangelt, ist das QDK vor allem als Spielwiese ausgelegt, mit der Softwareentwickler und Forscher die Möglichkeiten ausloten können, wie sich Quantencomputer nutzen lassen. Q#, der Name der Programmiersprache, passt sich Microsofts C# und F# an und wird in derselben Weise ausgesprochen: "Q Sharp".

Das QDK enthält neben einem Compiler weitere Tools sowie Beispiele und Tutorials, mit denen sich Entwickler mit den Eigenarten des Quantencomputing vertraut machen können. Das Development Kit enthält zudem Anbindungen für Visual Studio und Visual Studio Code sowie eine Integration in Jupyter-Notebooks. Microsoft möchte damit eine breite Community erreichen, zumal nur wenige Wissenschaftler oder Entwickler mit Quantencomputing vertraut sind.

In Q# erstellte Anwendungen lassen sich auf Simulatoren starten, da der Zugriff auf Quantum-Hardware eher die Ausnahme sein dürfte.

(Bild: Microsoft)

Neben der Open-Source-Legung hat Microsoft das QDK in jüngster Zeit um einige Beispielanwendungen aus den Bereichen Chemie und Numerik erweitert. Außerdem existiert ein vorkonfigurierter Container, der das komplette Entwicklerkit enthält. Das auf GitHub abgelegte Beispiel IntroToIQSharp ist als Jupyter-Notebook verfasst und bietet eine Einführung in Quantencomputing im Allgemeinen sowie Q# im Speziellen. Microsoft hat darüber hinaus einige Quantum Katas und Tutorials als Jupyter Notebooks veröffentlicht.

Weitere Details zur Open-Source-Legung des QDK lassen sich dem Microsoft-Cloud-Blog entnehmen. Das Quantum Development Kit hat derzeit noch Preview-Status, und die jüngsten Release Notes waren beim Schreiben der Meldung auf den 31. Mai datiert. Das GitHub-Repository konzentriert sich zumindest derzeit vor allem auf Beispiele. Weiteres findet sich auf der QDK-Site. (rme)