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Quelloffene Enterprise-Java-Spezifikation Jakarta EE 8 geht an den Start

Java-Community und Eclipse Foundation legen den designierten Java-EE-Nachfolger samt Web Profiles, TCKs und zertifiziertem Eclipse GlassFish 5.1 vor.

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Der lange – zwischenzeitlich von einem Namensrechtestreit überschattete – Weg zu einer neuen Open-Source-Enterprise-Java-Spezifikation ist abgeschlossen: Die Eclipse Foundation hat Jakarta EE 8 offiziell freigegeben, wie Mike Milinkovich im Rahmen der JakartaOne-Konferenz bekanntgegeben hat. Damit liegt die von der Community vorangetriebene quelloffene Enterprise-Java-Plattform nun vollständig vor, inklusive Web Profiles, den zugehörigen TCKs und dem für Jakarta EE 8 zertifizierten Applikationsserver Eclipse GlassFish 5.1. Neben GlassFish wurde außerdem IBMs Open Liberty Server Runtime als mit Jakarta EE 8 kompatible Implementierung zertifiziert.

Mit 18 Mitgliedsorganisationen, über 160 neuen Committern, 43 Projekten und einer Codebasis von über 61 Millionen Codezeilen in 129 Git-Repositories wird die Freigabe als ein ein gewaltiges Unterfangen beschrieben, selbst nach den Maßstäben der Eclipse Foundation, die schon einige große Projekte gemanagt hat.

Die Spezifikation von Jakarta EE 8 ist vollständig kompatibel mit Java EE 8, einschließlich der APIs, dem Software-Dokumentationswerkzeug Javadoc und dem bisherigen Programmiermodell. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Java EE 8 laut des "2019 Jakarta EE Developer Survey Report" mit 37 Prozent eine weiter wachsende Akzeptanz in der Entwicklergemeinde genießt, ist die Kompatibilität beider Plattformen ein entscheidender Aspekt für die Zukunft von Jakarta EE 8. So soll sichergestellt sein, dass nicht nur Java-Entwickler ihre Arbeit mit Jakarta EE fortsetzen können, sondern auch Anwender von Unternehmensapplikationen problemlos auf die Open-Source-Plattform migrieren können – ohne Modifikationen ihrer Anwendungen.

Ungeachtet der Kompatibilität zum bisherigen Standard gewinnt die Modernisierung von Unternehmensanwendungen wachsende Bedeutung. So sind bereits knapp ein Drittel der von der Eclipse Foundation im Frühjahr befragten Java-Entwickler überzeugt, dass die Zukunft der Cloud-nativen Softwareentwicklung gehört, bei der Microservices-Architekturen und Frameworks wie MicroProfile, Spring oder Spring Boot zum Einsatz kommen. Welche Bedeutung Jakarta EE 8 im Umfeld von Containern, Kubernetes und Service Meshes im Detail zukommt und wie sich die Plattform im Hinblick auf Cloud-native Technologien weiterentwickelt, fasst das kostenlose E-Book "Fulfilling the Vision for Open Source, Cloud Native Java" zusammen, an dem unter anderen Adam Bien, Sebastian Daschner, Josh Juneau, Mark Little und Reza Rahman mitgewirkt haben.

Im Rahmen der vom 16. bis 19. September in San Francisco stattfindenden Oracle Code One will die Eclipse Community Interessierten detailliertere Einblicke in Jakarta EE 8 und weitere auf Cloud-native Softwareentwicklung ausgerichtete Projekte wie GlassFish 5.1, Eclipse MicroProfile oder Eclipse Che gewähren. (map)