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RIM will Entwicklungswerkzeuge für Playbook verbessern

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"Das Playbook SDK ist kompletter Mist", so fasste Jamie Murai seine Erfahrungen mit den Entwicklerwerkzeugen zusammen, die RIM für sein Tablet bislang bereit stellt. Neben den Kosten, die bei 200 US-Dollar pro Jahr liegen und das Einstellen von 10 Anwendungen im App-Store erlauben, kritisierte er vor allem die unhandliche Zusammenstellung und den Einsatz der Tools. So müsse man Adobes AIR SDK, das Playbook SDK und den Simulator separat herunterladen. Das AIR SDK komme ohne Installationsprogramm; für das Playbook SDK und den Simulator müsse er jeweils persönliche Daten angeben, die schon der vorangehende Registrierungsprozess erfragt habe. "An diesem Punkt denke ich, RIM sollte sich auf anterograde Amnesie untersuchen lassen."

Weitere Kritikpunkte betreffen die Notwendigkeit einer VMware-Installation auf Mac OS X für den Simulator, der jedoch nicht als VM-, sondern als ISO-Image geliefert und erst installiert werden muss. Um eigene Anwendungen darauf ausprobieren zu können, sei der Simulator zunächst in einen "Entwicklermodus" zu versetzen, was erst nach dem Setzen eines Passworts funktioniert. "Als Außenseiter müsste euer Vorgehen mindestens so einfach sein wie das von Apple oder Google. Ihr müsstet Eure Werkzeuge mindestens so gut machen wie Apples oder Googles. Bei beidem seid ihr gescheitert," schließt Murai seine Tirade.

Offenbar hat er einen Nerv getroffen. Zwei Tage nach ihrer Veröffentlichung reagierte Tyler Lessard, Leiter des Entwicklerprogramms, in RIMs offiziellem Blog darauf. Er dankte Murai ausdrücklich für seine "ehrliche Kritik": "Sie sollen wissen, dass wir sehr gut zuhören." Das Unternehmen sei zwar für ein noch nicht produktionsreifes Produkt recht weit gekommen. Es bleibe jedoch noch viel zu tun, damit Entwickler Anwendungen ohne Behinderung durch Kosten oder nervige Download-Vorgänge erstellen könnten. In den nächsten Wochen werde RIM weitere Informationen zur Verfügung stellen, um ihnen die Arbeit zu erleichtern. Auf die meisten von Murai kritisierten Details ging Lessard jedoch nicht ein. (ck)