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Random Hacks of Kindness: Preise für liebenswürdige Software

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In Berlin ist am Sonntag der deutsche Teil der Random Hacks of Kindness (RHoK) mit einer Preisverleihung zu Ende gegangen. Gewinner des Wettbewerbes, bei dem Software entwickelt oder verbessert wurde, die Hilfsorganisationen in aller Welt benutzen, wurde eine von der Berliner Senatsverwaltung gewünschte Android-Anwendung, die eine Notfallkette abbildet. Mit ihrer Hilfe können Einsatzleiter Einsatzkräfte schnell informieren. Diese wiederum können die Informationen per Knopfdruck bestätigen; außerdem können die Einsatzkräfte angeben, wann sie an der Sammelstelle eintreffen werden.

Der zweite Preis wurde für die Weiterentwicklung der Notfall-App HelpMe überreicht, in der ein Dialog zwischen Zentrale und Ersthelfern eingebaut wurde, komplettiert um Erste-Hilfe-Hinweise für das Verhalten in bestimmten Notsituationen. Den dritten Preis erhielt das Projekt KillingSpree, eine Überflutungsvisualisierung von Berlin. Auch wenn die Spree nicht unbedingt der Fluss ist, in dem Berlin ertrinken kann, so lobte die Jury die gute Übertragbarkeit der Software auf andere Flusslandschaften oder Flussmündungen mit Großstädten.

Der vierte Preis wurde für ein Wetter-Mashup vergeben, mit dem das Problem gelöst werden soll, dass unterschiedliche Wetterdienste Informationen in verschiedenen Formaten bereit halten. Weiterentwickelt wurde ferner das Caritas Germany Mapping System, der Sieger des vorigen RHoK. Als aktuelles Projekt sei schließlich noch GeigerCrowd erwähnt, eine Landkarte radioaktiver Messwerte aus Strahlungsdaten, die die Crowd liefert.

Die ersten drei Preisträger wurden mit Home-Servern belohnt. Der Sitzsack Fatboy ging als Sonderpreis an die Sozialhelden für das Projekt Wheelmap für Rollstuhlfahrer, das vor Ort auf Schwedisch und Türkisch lokalisiert wurde.

Insgesamt waren die 70 Hacker – unter ihnen 10 Häcksen – des deutschen RHoK-Hackathon im Berliner Betahaus mit großem Spaß an der Sache dabei, wie die Fotos zeigen. Insgesamt nahmen nach Angaben der Dachorganisation rund 1100 Hacker in 30 Städten an den Random Hacks of Kindness teil. Weltweit wurden 120 Probleme beschrieben, die zu 57 Lösungen führten, die weiter entwickelt werden sollen. (Detlef Borchers) / (anw)