Menü

Red Hat erweitert OpenShift 4 um Operator-Management

Über den Kubernetes-Kern hinaus nutzt das neue Major Release der Container-Plattform Kubernetes Operators zur umfassenden Automatisierung von Aufgaben.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 4 Beiträge
Von

Im Rahmen des diesjährigen Red Hat Summit kündigt das Unternehmen Version 4 seiner OpenShift Container Platform an. Das erste Major-Release seit der Neuaufstellung von OpenShift 3 vor rund vier Jahren verspricht vor allem Administratoren umfassendere Automatisierungsfunktionen, die deutlich über das von Kubernetes gewohnte Maß hinausgehen. Red Hat spricht von einem Operator-getriebenen Ansatz zur Full-Stack-Automatisierung – von der Installation der OpenShift und Kubernetes zugrunde liegenden Infrastruktur bis zu Upgrades der Plattform und Anwendungen.

Über eine auf CoreOS Tectonic basierende Konsole erhalten Nutzer Zugriff auf zahlreiche Kubernetes-Operatoren, mit denen sich native Anwendungen und Services verwalten lassen. Das ebenfalls von der Anfang 2018 übernommenen Firma CoreOS stammende Operator-Konzept baut auf applikationsspezifischen Controllern auf, die die Kubernetes API erweitern. Die Operatoren automatisieren das Lifecycle Management containerisierter Anwendungen mit Kubernetes. Administratoren können somit die Verwaltung eigener komplexer Anwendungen so weit automatisieren, dass sie sich über den Operator Lifecycle Manager (OLM) in OpenShift 4 so einfach nutzen lassen wie typische Public-Cloud-Dienste.

Die kürzlich von Red Hat gemeinsam mit AWS, Google und Microsoft vorgestellte Plattform OperatorHub.io bietet als öffentliche Registry OpenShift-Anwendern nicht nur Zugriff auf eine breite Palette von Kubernetes-Operatoren, sondern ermöglicht darüber hinaus das Einbringen eigener Operatoren sowie den Austausch mit der Community. ISV-Partnern steht zudem mit Red Hat OpenShift Operator Certification ein Zertifizierungsprogramm offen zum Entwickeln und Zertifizieren von Operatoren für gemeinsame Kunden.

Das neue OpenShift 4 Service Mesh baut auf dem Open-Source-Tool Istio auf und kombiniert dieses mit Projekten wie Jaeger (Tracing) und Kiali (Visualisierung), um Entwicklern Cloud-nativer Applikationen in Microservices-Architekturen eine bessere Verwaltung und Rückverfolgbarkeit ihrer Deployments zu gewährleisten. Die Tracing- und Visualisierungsfunktionen sollen darüber hinaus bei der Fehlersuche in der von Policys gesteuerten Microservices-Kommunikation helfen.

Wie Ende vergangenen Jahres angekündigt, hat Red Hat nun auch Knative in OpenShift 4 integriert. Dadurch sollen Anwender in die Lage versetzt werden, von einer zentralen Kubernetes Control Plane für containerisierte und Serverless-Deployments auch in hybriden Cloud-Umgebungen Serverless-Applikationen zu bauen, zu deployen und zu verwalten. Um Entwicklern darüber hinaus die Arbeit mit OpenShift so vertraut wie möglich zu gestalten, lässt sich die Plattform einerseits über ein Command Line Interface (CLI) nutzen oder über Plug-ins auch an verbreitete Entwicklungsumgebungen wie Visual Studio Code, IntelliJ IDEA und Eclipse anbinden. Mit den auf Eclipse Che aufbauenden CodeReady Workspaces steht zu guter Letzt auch noch eine integrierte Web-IDE zur Verfügung.

Weitere Details zu OpenShift 4 liefert der Blogbeitrag zur Ankündigung. Die finale Version des Major-Release soll im kommenden Monat offiziell freigegeben werden. Bis dahin bietet Red hat Interessierten die Möglichkeit gegeben, OpenShift 4 vorab zu testen. (map)