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Red Hat gibt OpenShift-Code frei

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Wie bereits angekündigt, hat Red Hat nun den Code der Platform as a Service (PaaS) OpenShift als Open-Source-Software freigegeben. Die unter der Bezeichnung OpenShift Origin geführte Community-Version lässt sich als sogenannte Fedora-basierte LiveCD herunterladen, mit der man eine OpenShift-Instanz auf einer Test- oder VirtualBox-Umgebung aufsetzen kann. Außerdem kann man das OpenStack-Framework zur Installation verwenden, die Red-Hat-Entwickler laut einer früheren Ankündigung schon in den vergangenen Monaten unterstützt hatten.

Das PaaS-Angebot basiert auf den Techniken der Firma Makara, die Red Hat im November 2010 übernommen hatte. Vorgestellt hatte der Linux-Distributeur OpenShift vor etwa einem Jahr auf seiner Hausmesse. Die Plattform nutzt verschiedene, bereits als Open-Source-Software vorliegende Softwareprodukte. Nun sind auch das User Interface und die alles zusammenhaltenden Techniken quelloffen unter der Apache-Lizenz verfügbar. Der OpenShift-Software-Stack ist in Ruby geschrieben und verwendet YAML (YAML Ain't Markup Language) zur Bestimmung der auf der Plattform gehosteten Applikationscontainer.

Komponenten von OpenShift

(Bild: Red Hat)

OpenShift gibt es in unterschiedlichen Konfektionen. Die Express-Version richtet sich an in PHP, Ruby und Python geschriebenen Programmen. Die Flex-Version hingegen soll Entwickler aufwendiger Java- und PHP-Applikationen ansprechen. Gemeint sind vor allen Anwender von Red Hats JBoss-Middleware. OpenShift Power wiederum soll Anwendungen beherbergen, denen Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 4 oder höher zugrunde liegt.

Außerdem bietet Red Hat bei OpenShift eine Auswahl unterschiedlicher Datenbanken, etwa MySQL, PostgreSQL und MongoDB. Als Versionskontrollsystem für das Einspielen des Codes in die Cloud-Plattform sollen Anwender von OpenShift Origin Git verwenden. Mit OpenShift lässt sich dann die Skalierung oder das Verwalten der Anwendung durchspielen.

OpenShift Origin soll dabei eine ähnliche Rolle wie Fedora bei der Linux-Distribution spielen und als Ausgangsbasis für die kommerziellen Angebote des Herstellers fungieren. In dem Kontext wird Red Hat infrastrukturelle Ressourcen wie Bugtracker und Projekt-Hosting zur Verfügung stellen, so wie es das Unternehmen auch bei Fedora macht. (ane)