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Red Hat veröffentlicht Software Collections 1.0 und Developer Toolset 2.0

Linux-Distributeur Red Hat hat eine Software-Sammlung mit Programmiersprachen, Frameworks und Datenbanken konfektioniert [1], die nun als Red Hat Software Collections 1.0 zur Verfügung steht. Sie umfasst unter anderem die Sprachen Ruby 1.9.3 mit Rails 3.2.8, PHP 5.4, Python 3.3 und 2.7, Perl 5.16.3, das serverseitige JavaScript-Framework Node.js 0.10 und die relationalen Datenbanken MariaDB 5.5, MySQL 5.5 und PostgreSQL 9.2.

Wo es sich nicht um die neuesten Versionen der Software handelt, beruft sich Red Hat auf die als am stabilsten erachteten Releases. Die Kollektion ist für Lizenznehmer von Red Hat Enterprise Linux 6 [2] (RHEL) kostenlos verfügbar. Diese sollen durch die Bereitstellung der neueren Softwareversionen den Innovationsgrad ihrer Anwendungen hochhalten können. RHEL 6 selbst hat seit 2010 mehrere Updates erfahren – aktuell ist die Version 6.4 –, mit diesen wurden allerdings vorrangig auf die Stabilität zielende Änderungen vorgenommen, neue Releases der mitgelieferten Programmiersprachen und Datenbanken spielen hier keine Rolle. Hier greift nun die Red Hat Software Collections. Die Software wird parallel zu den RHEL beiliegenden Versionen installiert und nur von Programmen genutzt, für die das explizit konfiguriert wurde.

Der Ansatz basiert letztlich auf den Software Collections von Fedora [3], die Idee dahinter hat eine Fedora-/Red-Hat-Entwicklerin vor einigen Monaten in einem Vortrag erläutert, von dem es eine Video-Aufzeichnung [4] gibt.

Mit der Softwaresammlung ist es allein an Neuerungen für Entwickler bei Red Hat noch nicht getan, denn außerdem wurde die allgemeine Verfügbarkeit des Red Hat Developer Toolset 2.0 [5] angekündigt, das die Collections ergänzen soll. Es steht Nutzern mit einer Developer-Subscription für Red Hat Enterprise Linux zur Verfügung und enthält eine Zusammenstellung von Tools für RHEL-Nutzer, dazu gehören Eclipse 4.3, Dyninst 8.0, Strace 4.7 und GCC 4.8.

Mit dem Toolset können C-, C++- und Fortran-Entwickler einmal kompilieren und ihre Anwendungen dann für mehrere Versionen von Red Hat Enterprise Linux – nämlich RHEL 5 und 6 – bereitstellen. Außerdem unterstützen die mit dem Toolset angebotenen Funktionen Entwickler dabei, ihre Anwendungen zu prüfen und zu debuggen sowie deren Performance zu analysieren. (ane [6])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-1955898

Links in diesem Artikel:
[1] http://developerblog.redhat.com/2013/09/12/rhscl1-ga/
[2] https://www.redhat.com/wapps/sso/login.html?redirect=%2Fwapps%2Feval%2FSoftwareCollections.html
[3] http://docs.fedoraproject.org/en-US/Fedora_Contributor_Documentation/1/html-single/Software_Collections_Guide/index.html
[4] http://www.youtube.com/watch?v=mWf1PKDr1-I
[5] http://developerblog.redhat.com/2013/09/12/rh-dts2-ga/
[6] mailto:ane@heise.de