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Red Hat veröffentlicht großes Softwarepaket fürs Business Process Management

Red Hat vereint in der neuen JBoss BPM Suite 6 die BPM-Engine jBPM und die Business-Rules-Management-Technik JBoss BRMS. Dadurch führt das Unternehmen BPM, BRM und Complex Event Processing in einem Paket zusammen.

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Red Hats Middleware-Sparte hat Version 6 der JBoss BPM Suite veröffentlicht. Das Softwarepaket für das Business Process Management umfasst einerseits die Java-basierte BPM-Engine jBPM, aber auch die ebenfalls neue Version 6 der Business-Rules-Management-Technik JBoss BRMS.

In das neue Version der JBoss BPM Suite sind die Erfahrungen von Polymita eingeflossen. Red Hat hatte den spanischen BPM-Experten 2012 übernommen. Das hat offenbar zu einer nun deutlich anwenderfreundlicheren Benutzeroberfläche, zu besseren Modellierfähigkeiten von Geschäftsprozessen durch einen Drag&Drop-BPMN2-Prozessmodellierer und zur Integration von Business Activity Monitoring geführt. BAM vereint Analysen und Präsentationen über zeitrelevante Geschäftsprozesse. Zuvor war Red Hat mit seinem Angebot aufgrund der engen Verzahnung mit jBPM stark auf Java-Entwickler ausgerichtet. Durch die Integration der Polymita-Features und die Verknüpfung sieht sich das Unternehmen nun im Besitz einer "Suite", mit der es gegen Anbieter arrivierter BPM-Pakete konkurrieren kann.

Darüber hinaus sieht sich Red Hat stark auch dadurch aufgestellt, dass die BRM-Software Complex Event Processing (CEP) bedienen kann. CEP-Systeme bieten eine standardisierte Softwareinfrastruktur zum kontinuierlichen Kontrollieren und Steuern zeitkritischer Prozesse in Echtzeit. Einsatzgebiete hierfür sind insbesondere E-Commerce-Angebote, Logistik, Netzüberwachung sowie Energiemanagement. Bei CEP greift zudem, dass die BPM Suite OptaPlanner verwendet, eine in Java geschriebene Planning-Engine, mit der sich zur Unterstützung der CEP-Features Kalkulationen zur optimalen Verwendung der bereitstehenden Ressourcen erstellen lassen. Neu ist zudem die Möglichkeit, die Geschäftsprozesse zu simulieren.

Anwender von JBoss BRMS 5 sollen offenbar wenig Mühe damit haben, auf die das neue Release zu aktualisieren, da Red Hat extra dafür ein Migrationswerkzeug bietet. Die auf die Open-Source-Technik Drools aufbauende Software wird auch weiterhin unabhängig von der BPM Suite angeboten. An den JBoss-Anwendungsserver ist man beim BPM-Paket nicht gebunden, da es sich auch mit anderen Applikationsservern wie WebSphere nutzen lassen soll. Red Hat hat außerdem die Möglichkeit geschaffen, es in der eigenen Platform as a Service OpenShift zu nutzen. (ane)