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Richard Stallman und die "JavaScript-Falle"

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In Anlehnung an seinen früheren gnu.org-Artikel aus dem Jahre 2004 "The Java Trap" hat Richard Stallman jetzt in einem neuen Eintrag erklärt, was er "The JavaScript Trap" nennt. Der Gründer und Präsident der Free Software Foundation kritisiert vor allem den Einsatz von JavaScript in Webseiten und hebt insbesondere hervor, dass viele nicht freie Programme im Web-Browser ausgeführt würden.

Den Nutzern sei das angesichts der "Stille des Browsers" gar nicht bewusst, da dieser die Software im Hintergrund ausführe und nicht darüber informiere. Das zu umgehen, ist nur möglich, indem man JavaScript abschaltet. Der Gründer der Free Software Foundation (FSF) vermisst die Möglichkeit, nur freie Programme zuzulassen, und fordert eine solche Option als Kriterium für ein korrektes Verhalten von Webseiten.

Stallmans Artikel liefert einen Plan zur Behebung hierfür. Zuerst definiert er, was für ihn nicht-triviale JavaScript-Programme sind, um dann auf mögliche Änderungen einzugehen. Wie JavaScript im Browser ablaufe sei nicht neu, allerdings würden diese Programme komplexer. Die Änderungen enthalten Punkte wie, den Nutzer über nicht-triviale unfreie JavaScript-Programme aufzuklären, und die Möglichkeit festzulegen, was JavaScript-Code ist, der in zuverlässigen Seiten – also mit freier Software – verwendet wird.

Stallman schlägt vor, dass man ein nicht-triviales Programm über eine Methode definiert. Zudem sollte es ein externes Skript laden beziehungsweise selbst als externes Skript geladen werden, oder wenn es Ajax-Aufrufe ausführt. Wenn es nach ihm ginge, würde der nicht-triviale JavaScript-Code in einer Webseite die URL ausgeben, woher er seinen Sourcecode bezieht, und über Kommentare Bezug auf die verwendete Lizenz nehmen. (ane)