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Rundes Jubiläum: Microsoft feiert 25 Jahre Visual Basic

Im Mai 1991 hatte Bill Gates die die Windows-Entwicklung revolutionierende Programmiersprache und Entwicklungsumgebung erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Das klassische Visual Basic will Microsoft allerdings auch weiterhin nicht öffnen.

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Visual Basic wird 25

(Bild: MSDN )

Dieser Tage feiert Microsoft den 25. Geburtstag von Visual Basic. Denn am 20. Mai 1991 hatte Microsoft-Gründer Bill Gates die Programmiersprache vorgestellt. Das Jubiläum würdigt der Konzern mit der sogenannten Silver Anniversary Celebration. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten werden in den kommenden Wochen Beiträge zur Geschichte der Sprache, aber auch aktuelle und künftige Features (in Visual Basic 15) präsentiert. Außerdem lädt Microsoft dazu ein, sich mit Wünschen zur Zukunft von Visual Basic zu äußern.

Die Einführung der objektorientierten Programmiersprache und Entwicklungsumgebung Anfang der neunziger Jahre sollte die Entwicklung von Windows-Programmen drastisch beschleunigen (Stichwort Rapid Application Development). Es war eine Art Comeback der damals etwas ins Hintertreffen geratenen BASIC-Sprachfamilie, das bis heute in Office-Produkten Bestand hat – zum Beispiel in der Makro-Programmierung.

Mit VB6 kam 1998 die letzte klassische Visual-Basic-Version heraus, danach setzte Microsoft auf Visual Basic .NET, das als eine von mehreren Sprachen im Rahmen des .NET Framework unterstützt wird. Viele Anwender blieben aber noch lange beim alten Visual Basic, ganz zu schweigen davon, dass es auch 18 Jahre später immer noch eine Fangemeinde für das klassische Visual Basic gibt.

Bill Gates präsentiert Visual Basic auf der Windows World 1991. (Quelle: Microsoft)

So forderten Entwickler im Zuge des Jubiläums erneut Microsoft dazu auf, die schon seit 2008 nicht mehr unterstützte Version 6 der Sprache als Open-Source-Software freizugeben. Zwar ist das Unternehmen in jüngster Zeit zum Freund und Förderer von Open Source geworden, doch beim klassischen Visual Basic geht die Liebe anscheinend zu weit. Denn die jetzige Forderung nach einem quelloffenen Visual Basic 6 wurde von Microsoft einfach gelöscht, wie die Entwickler-Website "I Programmer" berichtet.

Ansonsten hat sich Microsoft in letzter Zeit davon verabschiedet, die Features von C# und Visual Basic .NET synchron zu halten. Es ist sogar davon die Rede, dass C# häufigere Releases erhalte.

Siehe dazu auf heise Developer:

(ane)