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Rust-Modul für das Language Server Protocol erreicht Alphastatus

Der Rust Language Server unterstützt Entwickler beim Schreiben von Code mit Mozillas Programmiersprache in diversen IDEs. Eine Referenzimplementierung für Visual Studio Code existiert bereits.

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Der im Oktober vorgestellte Rust Language Server (RLS) hat nun Alphastatus. Er setzt auf dem Language Server Protocol auf, um die Unterstützungsfunktionen wie Autovervollständigung und Syntaxanalyse für unterschiedliche IDEs zu implementieren. Auch Refactoring erfolgt über das Modul. Mit dem Alphastatus ermuntern die Macher Entwickler, den RLS mit eigenen Projekten zu testen.

Die Macher von Rust hatten vergangenen Herbst eine erste Vorschauversion des RLS veröffentlicht. Die Entwicklung erfolgt quelloffen auf GitHub. Eine erste Referenzimplementierung arbeitet mit Visual Studio Code zusammen.

Das Language Server Protocol hatten Microsoft, Red Hat und Codenvy gemeinsam im Juni 2016 vorgestellt. Es ist eine einheitliche Schnittstelle zwischen Entwicklungsumgebungen und Servern für spezifische Programmiersprachen. Letztere liefern die kontextabhängigen Informationen an die IDE. Die Liste umfasst inzwischen 21 Language-Server, darunter den RLS. Neben Visual Studio Code verwendet auch Eclipse Che das Protokoll.

Rust ist eine Programmiersprache, die seit 2010 bei Mozilla entstanden und aktuell in Version 1.14 verfügbar ist. Trotz syntaktischen Ähnlichkeiten mit C beziehungsweise C++ gibt es semantische Unterschiede. Rust verwendet auch funktionale Ansätze und besitzt wie Googles Go von Haus aus Konzepte zur nebenläufigen Programmierung. Außerdem soll die Programmiersprache mehr Sicherheit als beispielsweise C++ bieten, indem sie Programmierfehler, die zu Schwachstellen durch Speicherzugriffsfehler und Pufferüberläufe führen durch ein eigenes Typsystem vermeiden will. Cargo ist die zugehörige Paketverwaltung.

Weitere Details zum Rust Language Server finden sich im Blogbeitrag. Demnach sollte er nun mit den meisten Cargo-basierten Rust-Projekten zusammenarbeiten. Das GitHub Repository enthält neben dem Code eine ausführlichere Beschreibung des RLS. (rme)