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SAP Mobile Platform als Grundgerüst für attraktive Unternehmens-Apps

Der Softwarekonzern bündelt in der SAP Mobile Platform 3.0 bewährte und neue Ressourcen zum Entwickeln mobiler Anwendungen. Zentrale Bausteine sind hier die Unterstützung des OData-Protokolls und die Nutzung von Apache Cordova.

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Europas größter Softwarehersteller SAP hat die Version 3.0 seiner SAP Mobile Platform freigegeben. Das neue Release der Softwareplattform zum Entwickeln mobiler Anwendungen fügt die bisherigen App-Entwicklungsumgebungen von SAP unter einem Dach zusammen und will eine BYOT-Strategie (Bring your own Tools) unterstützen, auf Basis derer die von SAP bereitgestellten Werkzeuge sich mit Tools anderer Hersteller kombinieren lassen sollen.

Dafür wurden APIs bereitgestellt, die das OData-Protokoll (Open Data) unterstützen, mit dem sich REST-basierte Datendienste erstellen lassen, die laut OData-Website "erlauben, Ressourcen, die über Uniform Resource Identifiers (URIs) identifiziert werden und in einem Datenmodell definiert sind, mittels der Verwendung von HTTP-Nachrichten, durch Web-Clienten zu veröffentlichen und zu bearbeiten". An der OData-Spezifizierung im OASIS-Konsortium ist SAP beteiligt.

Außerdem verwendet die SAP Mobile Platform Apache Cordova. Das Open-Source-Framework ermöglicht die Entwicklung hybrider Apps für iOS, Android, Blackberry, Windows Phone auf Basis von HTML, CSS und JavaScript. Cordova war erst mal nur die Basis für PhoneGap von Adobe, wird aber seit einiger Zeit auch bei anderen Unternehmen (z. B. Intel und Progress) als zugrunde liegende Plattform für eigene mobile Angebote verwendet.

Kunden sollen außerdem in Kürze über das kostenlose SDK der SAP Mobile Platform oder die mobile Anwendung SAP Fiori Client auf SAP-Fiori-Apps zugreifen können. Zusätzlich will SAP demnächst über die Mobile Platform aktualisierte Versionen der Apps SAP Work Manager, SAP Inventory Manager und SAP CRM Service Manager bereitstellen. Mit den Neuerungen der SAP Mobile Platform soll auch der Funktionsumfang von SAP Work Manager 6.1 erweitert werden.

Die neue Version des Work Manager unterstützt Geoinformationssysteme (GIS), 3D-Visualisierungen, den ERP-Kundenservice und Teamkoordination. SAP Inventory Manager 4.0 wird künftig Android, iOS und Windows 8 bedienen und damit dieselbe Geräte- und Offline-Unterstützung bieten wie Work Manager und CRM Service Manager. Das SDK der SAP Mobile Platform soll Entwicklern helfen, komplexe Geschäftsprozesse durch einfache Funktionen abzubilden, indem die Nutzer beispielsweise direkt über den Work Manager mit einem mobilen Geoinformationssystem interagieren können.

Siehe dazu auf heise Developer:

(ane)