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Serverless Computing: Amazon aktualisiert Programmiersprachen für AWS Lambda

Entwickler können ab sofort AWS-Lambda-Funktionen in Python 3.8, Java 11 und Node.js 12 erstellen.

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Amazon Web Services (AWS) hat für die Serverless-Computing-Plattform AWS Lambda die Anbindung an einige Programmiersprachen aktualisiert. Die Plattform kennt nun Python 3.8, Node.js 12 und Java 11. Die jeweiligen Lamda-Funktionen laufen auf Amazon Linux 2, dem jüngsten hauseigenen Linux von AWS. Code für die älteren Editionen der Programmiersprachen führt die Plattform auf dem Vorgänger Amazon Linux aus – abgesehen von der Node.js-10-Variante, die ebenfalls auf Amazon Linux 2 setzt.

Bei Python ist AWS Lambda auf dem aktuellsten Stand: Version 3.8 der Programmiersprache ist gerade einmal einen Monat alt. Zu den Neuerungen gehören unter anderem Assignment Expressions, bei der sich Python-Expressions einer Variable zuweisen und anschließend im Code verwenden lassen. Außerdem bringt das jüngste Release Positional-only Parameters mit. Eine Anleitung zum Erstellen von Lambda-Funktionen in Python findet sich in der AWS-Dokumentation.

Bei der Anbindung von Node.js 12 ist AWS Lambda zwar ein Release hinter dem aktuellsten zurück, da seit Ende Oktober Version 13 der serverseitigen JavaScript-Variante verfügbar ist. Die Neuerungen gegenüber dem Vorgänger halten sich jedoch in Grenzen, und Node.js 12 ist das jüngste Release mit Long-term Support (LTS), das Security- und Bugfixes bis April 2022 garantiert. Für die Integration in Lambda-Funktionen setzt Amazon auch bei den älteren Varianten auf die jeweiligen LTS-Varianten Node.js 10 und Node.js 8.10.

Auch mit Java 11 liegt die AWS-Lambda-Anbdinung hinter der aktuellen Version 13. Der Grund dafür ist, dass Amazon erwartungsgemäß die seit Anfang des Jahres verfügbare eigene OpenJDK-Distribution Corretto als Grundlage nimmt, die wiederum auf OpenJDK 11 setzt. Entwickler können weiterhin Java 8 für Lambda-Funktionen nutzen, das auf dem java-1.8.0-openjdk aufsetzt.

AWS Lambda gehört zu den Vorreitern des Serverless Computing, bei dem sich Funktionen ausführen lassen, ohne dass Entwickler zuvor ein passendes System einrichten müssen. Inzwischen haben Microsoft, Google, IBM und Oracle ähnliche Angebote im Portfolio. Entwickler laden die Funktionen hoch und aktivieren sie. Beim Aufruf stellt der Cloud-Provider die benötigte Infrastruktur passend bereit. Die Abrechnung erfolgt nach Nutzung, was je nach Einsatz eine Kostenersparnis oder im ungünstigen Fall -explosion bedeuten kann.

Die Aktualisierung der Programmiersprachen gilt weltweit und ist in allen Regionen verfügbar, in denen Amazon den Einsatz von AWS Lambda anbietet. (rme)