Serverless Computing: Azure Functions 3.0 bietet Anbindung an .NET Core 3.1

Das jüngste Runtime des Functions-as-a-Service-Angebot von Microsoft aktualisiert vor allem die Schnittstellen für .NET und JavaScript.

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Serverless Computing: Azure Functions 3.0 bietet Anbindung an .NET Core 3.1
Von
  • Rainald Menge-Sonnentag

Microsoft hat die Azure Functions Runtime in Version 3.0 freigegeben. Das Function-as-a-Service-Angebot bietet im aktuellen Release eine Anbindung an aktualisierte Varianten von .NET Core und Node.js. Gleichzeitig soll es weitgehend rückwärtskompatibel sein, sodass Entwickler ihren Code größtenteils nicht anpassen müssen.

Node.js lässt sich nun in Version 10 oder 12 verwenden, während der Vorgänger Node.js 8 und 10 unterstützt hat. Die Ausrichtung auf die geraden Versionsnummern liegt darin begründet, dass es sich dabei um die jeweiligen LTS-Releases handelt (Long-term Support). Für das hauseigene Framework gilt neuerdings das vor Kurzem veröffentlichte .NET Core 3.1 als Grundlage, was einen recht großen Schritt bedeutet, da der Vorgänger noch mit .NET Core 2.2 zusammenarbeitet und die erste Version der Azure Functions Runtime das .NET Framework 4.7 – ohne Core – benötigt.

Bei den anderen Programmiersprachen verzichtet Microsoft auf Neuerungen: Für Java setzt die Laufzeitumgebung weiterhin auf JDK 8 und bei Python auf die Versionen 3.6 und 3.7. PowerShell Core 6 war als jüngstes Release bereits in der Azure Functions Runtime 2.x auf dem derzeit aktuellen Stand.

Auch wenn Microsoft die Laufzeitumgebung in Version 3.0 offiziell für den Einsatz freigibt, existieren hinsichtlich des Toolings noch einige offene Punkte im Pflichtenheft. Unter anderem erstellen sowohl Visual Studio als auch das Azure Portal und das Azure CLI standardmäßig Code für Version 2.x der Runtime. Außerdem lassen sich mit JavaScript noch keine Durable Functions erstellen. Letztere stellen eine Erweiterung von Azure Functions für zustandsbehaftete Funktionen in einer Serverless-Computing-Umgebung dar.

Die Anpassungen sollen in Kürze erfolgen, und Microsoft plant die Umstellung auf Azure Functions 3.0 als Standardlaufzeitumgebung für das Serverless-Angebot für Januar 2020. Gleichzeitig werden Version 1.0 und 2.0 der Runtime weiter erhalten bleiben und Microsoft verspricht auf absehbare Zeit für beide Varianten Sicherheitsupdates und Patches.

Azure Functions ist ein Cloud-Dienst, der wie AWS Lambda, Google Cloud Functions, Projekt Fn von Oracle und das ehemals von IBM entwickelte Apache OpenWhisk das Ausführen von Funktionen in der Cloud ermöglicht, ohne dass Entwickler zuvor Ressourcen reservieren. Letztere stellt Microsoft nach Bedarf bereit, und die Abrechnung erfolgt abhängig von der Rechenzeit.

Weitere Details zur Azure Functions Runtime 3.0 lassen sich dem Azure-Blog entnehmen. Darin bittet das Azure-Functions-Team diejenigen, die beim Umstellen auf die aktuelle Runtime auf Probleme stoßen, sie im GitHub-Repository als Issue einzutragen. (rme)