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Serverless Computing: Azure Functions erreichen GA-Status

Der Cloud-Dienst zum Erstellen serverloser Microservice-Anwendungen ist nun ein vollwertiger Dienst von Microsofts Cloud-Plattform Azure.

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Serverless Computing: Azure Functions erreichen GA-Status

Im Vorfeld der heute startenden Online-Konferenz Connect(); hat Microsoft bekannt gegeben, dass der AWS-Lambda-Konkurrent Azure Functions nun ein vollwertiger Cloud-Dienst ist. Das bedeutet, dass das Azure Function Portal in das Azure Management Portal verschoben wurde. Seit März dieses Jahres hatte der Cloud-Service Preview-Status.

Bei Azure Functions erstellen Entwickler kleine Funktionen beziehungsweise Codefragmente, laden sie hoch und verwenden sie, ohne im Vorfeld passende Ressourcen zu reservieren. Das übernimmt der Cloud-Dienstleister, sodass die Verwendung beliebig skaliert. Die Abrechnung erfolgt abhängig von der genutzten Rechenzeit.

Daneben hat Microsoft die Functions-Laufzeitumgebung als Open-Source-Software zur Verfügung gestellt, zusätzlich die Vorlagen, das Benutzerinterface und das zugrundeliegende WebJobs-SDK. So können Firmen die Functions auf der eigenen Hardware als Basis für Microservices einsetzen, bei denen jeweils kleine Funktionen einen geschlossenen Anwendungsteil abbilden. Die Ausführung der Funktionen erfolgt durch sogenannte Trigger, von denen es derzeit etwas mehr als zehn gibt, wobei hier mit vielen weiteren zu rechnen ist.

Als Programmiersprachen für Azure Functions können vorrangig JavaScript und C# zum Einsatz kommen, der Support für weitere Programmiersprachen wie F#, PowerShell, PHP, Python und Bash hat derzeit noch Preview-Status. Die Funktionen lassen sich über CRON-Ausdrücke, ServiceBus-Nachrichten oder via HTTP anstoßen.

Als Amazon 2014 AWS Lambda einführte, war das System eine kleine Revolution bei den Cloud-Diensten und markierte den Beginn des sogenannten Serverless Computing. Anfang diesen Jahres startete Google mit Cloud Functions ein ähnliches Konzept. Kurz darauf ging IBM sogar einen Schritt weiter: Bluemix OpenWhisk funktioniert als Bestandteil der Platform as a Service (PaaS) Bluemix ebenso wie Lambda. Darüber hinaus veröffentlichte auch IBM die Software quelloffen, sodass Unternehmen die Funktionen im eigenen Rechenzentrum halten können. (ane)