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SharpDevelop 5.0 konzentriert sich allein auf C#

Offenbar mangels Ressourcen haben sich die Entwickler hinter der freien .NET-IDE in der neuen SharpDevelop-Version allein der Unterstützung für C# annehmen können; die für Visual Basic .NET wurde zurückgestellt.

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Nach mehreren Jahren der Entwicklung ist nun die Version 5.0 der quelloffenen .NET-Entwicklungsumgebung SharpDevelop freigegeben worden. Zugleich weist Entwickler Christoph Wille im Blog der IDE auf einige Besonderheiten und den derzeitigen Status quo der Entwicklung hin. So berücksichtigt SharpDevelop 5.0 allein die Entwicklung mit C#. Programmierern, die mit Visual Basic .NET zu tun haben, wird empfohlen, weiterhin bei der Version 4.4 zu verweilen.

Durch den nicht trivialen Umstieg auf NRefactory 5.0, eine C#-Analysebibliothek, die beispielsweise auch in der MonoDevelop-IDE zum Einsatz kommt, waren zahlreiche Überarbeitungen vorzunehmen, deren Umsetzung für schon eine Programmiersprache gewaltig gewesen seien. Die neue Version der Analysebibliothek soll das Implementieren von Refactorings erleichtern, für ein besseres Verhalten sorgen und sich genauer an der C#-Spezifikation orientieren.

Darüber hinaus wurde mit SharpDevelop ein neuer Add-in-Manager und eine bessere Go-To-Definition-Funktion eingeführt. Die Entwickler haben außerdem den Klassen-Browser neu implementiert, sodass sich nun beispielsweise externe .NET-Assemblies laden und durchsuchen lassen. Das neue Release unterstützt nun außerdem das Debugging mit dem ILSpy-Dekompilierer innerhalb der IDE.

Schließlich wird noch einmal auf den Lizenzwechsel hingewiesen: Mit dem neuen Release steht SharpDevelop unter einer MIT-Lizenz. Ältere Versionen bleiben hingegen weiterhin unter der LGPL geschützt. Offenbar wird in der Ankündigung allein schon durch die Fokussierung auf C#, dass es für das Kernteam schwierig ist, die Neuentwicklung großer Features zu betreiben. Deswegen liegt das Augenmerk derzeit eher auf dem Beseitigen von Fehlern, kleinerem Überarbeitungen und der Implementierung kleinerer Funktionen, große Änderungen müssten "von außen" kommen. (ane)