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Sich selbst kompilierende Low Level Virtual Machine

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Nach sechs Monaten Entwicklungszeit haben die LLVM-Programmierer die Version 2.7 der Low Level Virtual Machine veröffentlicht. Das neue Release der Compiler-Infrastrukturtechnik enthält den sich selbst kompilierenden C-Compiler Clang. Laut Ankündigung stellt das einen Meilenstein für jeden Compiler dar und ist insbesondere ob der Komplexität, C++ zu implementieren, beachtenswert.

Weitere Neuerungen sind eine Target-Architektur, eine native, allerdings nur die x86-Architektur unterstützende Code-Disassembler-API, effizientere Debug-Informationen, ein erweiterbares Metadatensystem für sprachspezifischen Optimierungen des generierten Codes. Zudem verfügt das Projekt über ein neues Logo. Mehr zur neuen Version erfahren Interessierte zudem in den Release Notes.

Bei LLVM handelt es sich um eine Sammlung von Bibliotheken und Tools für optimierende Compiler und Just-in-Time-Codegeneratoren. Mit der Infrastruktur ist es möglich, Code in Echtzeit zu kompilieren, ohne plattformspezifischen Code einführen zu müssen. Ursprünglich war C++-Code als Hauptbetätigungsfeld angedacht, mittlerweile gibt es auch Frontends für Java-Bytecode, Microsofts Common Intermediate Language (CIL), Python und einige Ruby-Implementierungen. Gestartet als Projekt an der University of Illinois findet es zudem Unterstützung auch bei den IT-Schwergewichten Apple und Adobe. (ane)