Menü
Developer

Slack-Alternative: Dropbox macht Zulip zu Open-Source-Projekt

Integrationen für bekannte Entwicklerdienste und Thread-Ansichten sind wohl die wichtigsten Argumente für die nun quelloffene Chat-Anwendung. Erste Organisationen haben bereits Mitarbeit zugesichert. Dropbox macht Zulip zu einem Open-Source-Projekt.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 4 Beiträge
Messaging

Cloud-Speicher-Anbieter Dropbox hat die Quellen seiner im März 2014 akquirierten Gruppen-Chat-Anwendung Zulip unter der Apache-2-Lizenz freigegeben. Die Applikation kann als Alternative zum weit verbreiteten Slack gelten, wobei es im Unterschied dazu die Möglichkeit bietet, Nachrichten in einer Thread-Ansicht darzustellen. Außerdem haben Entwickler durch die Quelloffenlegung nun die Möglichkeit, eigene Anpassungen vorzunehmen.

Laut Zulib-Mitbegründer Tim Abbott, der über die Neuerung in einem Blog-Eintrag informierte, seien andere Chat-Produkte aus der Open-Source-Welt mittlerweile sehr alt und hätten sich in den letzten zehn Jahren nicht wesentlich weiterentwickelt. Zulip zeichnet sich hingegen durch Integrationsmöglichkeiten für in der Softwareentwicklung wichtige Tools wie GitHub und Jenkins aus, weshalb sich ein Blick für entsprechend aufgebaute Teams lohnen kann.

Der serverseitige Code sowie die Clients für Desktop, Android und iOS sind neben einigen anderen Plug-ins, Konfigurationsdateien und weiteren Hilfsmitteln auf GitHub zu finden. Die Vorarbeiten für diesen Schritt fanden wohl im Rahmen der Dropbox Hack Week statt, während der das ursprüngliche Zulip-Team noch einmal zusammengebracht wurde. Einige Nutzer äußerten bereits Bedenken, da die Umwandlung in ein Open-Source-Projekt als Zeichen dafür gewertet wird, dass Dropbox das Interesse an Zulip verloren hat.

Ob sich in nächster Zeit tatsächlich eine Gemeinschaft entwickelt, die stark genug ist, um das Projekt am Leben zu halten, ist abzuwarten. Allerdings hat Recurse Center, das früher als Hacker School bekannt war, bereits angekündigt, sich aktiv an der Weiterentwicklung zu beteiligen, da die Organisation allein 700 Zulip-Nutzer stellt. (jul)