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Software AG bietet Cloud-zu-Cloud-Integration

Im neuen Integrationsangebot finden sich die Systeme aller Akquisitionen der letzten Jahre vereint – so etwa die In-Memory-TechnikTerracotta, die Realtime-Messaging-Plattform My-Channels und eine Entwicklungsplattform für Mobile.

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Wolfram Jost, seit geraumer Zeit CTO der Software AG

(Bild: Harald Weiss)

Die Darmstädter Software AG hat auf ihrer diesjährigen Kundenveranstaltung in New Orleans erstmals eine komplette Integrationsplattform für die Anwendungsverbindungen von Cloud-zu-Cloud (C2C) und Cloud-zu-On-Premise (C2O) vorgestellt. iPaaS heißt das Paket, das auf der webMethods-Technik der Software AG basiert. iPaaS hat nichts mit Apple zu tun, wo ja bekanntlich einige Produkte mit "i" anfangen; hier bedeutet das i lediglich "integrated PaaS". Laut Wolfram Jost, CTO der Software AG, wurden in dieser Plattform die Systeme aller Akquisitionen der vergangenen Jahre vereint. Hierzu gehörten insbesondere die In-Memory-Technik Terracotta, die Realtime-Messaging-Plattform My-Channels und eine Entwicklungsplattform für Mobile.

iPaaS setzt auf die Erfahrungen auf, die die Software AG mit der On-Premise-Anwendungsintegration gesammelt hat. Hier gab es schon seit Jahren Angebote, die auf webMethods und entsprechenden SOA-Architekturen (serviceorientierte Architekturen) aufsetzten. Diese Struktur wurde jetzt auf die externe Integration von C2C und C2O ausgebaut. "Wir bieten diese Integrations-Plattform jetzt für die Verbindung von 20 verschiedenen Cloud-Plattformen an, hierzu gehören alle großen Business-Cloud-Provider wie Google oder Salesforce.com", sagte Jost gegenüber heise Developer. Dabei kann der Kunde wählen, ob die Plattform im eigenen Rechenzentrum oder ebenfalls in der Cloud laufen soll.

Laut Jost ist eine Nutzung aus der Software-AG-Cloud immer dann empfehlenswert, wenn die betroffenen Anwendungen ebenfalls alle in der Cloud angesiedelt sind. Bei der Integration von Cloud-Anwendungen mit On-Premise-Angeboten müsse man von Fall zu Fall entscheiden. "Es hängt ganz vom Datenvolumen ab, das dabei bewegt werden muss", lautet Josts Empfehlung.

Die Integration der unterschiedlichen Cloud-Plattformen erfolgt über die offenen APIs der Cloud-Provider. Für das erforderliche Daten-Mapping bietet die Software AG bereits vordefinierte Adapter an. So lassen sich Jost zufolge Cloud-Integrationen auch ohne große Fachkenntnisse in kürzester Zeit erstellen. "Eine C2C-Integration kann in einem halben Tag lauffähig sein", so Jost weiter. Nur bei C2O wird es schwieriger, da hier nur der Daten-Definitionsteil des Cloud-Providers eingespielt werden kann – den anderen Teil der On-Premise-Applikation muss der Anwender selbst vornehmen.

Das Portfolio an "modernen" Softwareprodukten der Software AG auf einen Blick

(Bild: Harald Weiss)

Eine weitere Neuankündigung war webMethods 9.7, bei der die mit Apama akquirierte Datenanalyse in webMethods integriert wurde. Laut der Software AG lassen sich damit jetzt große Datenmengen in Echtzeit analysieren und die Ergebnisse können sofort an weitere Anwendungen zur Entscheidungsfindung übermittelt werden. Vor allem bei den immensen Datenbergen, die durch das Internet of Things anfallen werden, erhoffen sich die Darmstädter hier sehr gute Absatzchancen. (Harald Weiss) / (ane)