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Software AG kauft Apama

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Die Software AG hat von Progress die CEP-Software (Complex Event Processing) Apama übernommen. Die Event-Processing-Plattform ist eine Umgebung für das Design und den Betrieb von CEP-Anwendungen. Sie bietet Analysten, Entwicklern und Administratoren grafische Werkzeuge sowie Analyse- und Testfunktionen.

Bei der Übernahme treffen zwei unterschiedliche Strategien aufeinander. So hat die Software AG in den vergangenen Jahren gerne und schnell ihr Produktportfolio mit neuen Akquisitionen dort erweitert, wo das Darmstädter Softwareunternehmen es für wichtig erachtet hatte. Progress war noch vor fünf Jahren selbst regelmäßig auf Einkaufstour war (beispielsweise IONA, FuseSource), nun entschlackt das Unternehmen sein Angebot und konzentriert sich auf das Portfolio rund um das Kernprodukt OpenEdge. 2012 verkaufte Progress die FuseSource-Middleware an Red Hat und das CORBA-Geschäft an Micro Focus.

Durch die Übernahme gehen auch die Apama-Standorte in Cambridge (England), Bedford (USA) und Hyderabad (Indien) in den Besitz der Software AG über. Auch der weltweite Vertrieb und die technischen Support-Teams von Apama sind von der Übernahme betroffen. John Bates, Mitbegründer von Apama und Chief Technology Officer bei Progress Software, wird ebenfalls zur Software AG wechseln. Der Großteil der Apama-Kunden ist vor allem im Banken- und im Kommunikationssektor angesiedelt.

Laut der Software AG soll die CEP-Software die Big-Data-Strategie auf Basis der In-Memory-Technik Terracotta ergänzen. Darüber hinaus verfügt die Software AG bereits mit webMethods Business Events ein mit Apama vergleichbares Produkt. An der Marke Apama will die Software AG aber festhalten.

Die Apama ist die zweite CEP-Übernahme innerhalb einer Woche. Kurz zuvor hatte Tibco den Apama-Konkurrenten StreamBase Systems übernommen. Bei beiden Akquisitionen wurden keine Angaben zur Kaufsumme gemacht. (ane)