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Sourcecode-Editor: Visual Studio Code 1.33 als Snap-Paket für Linux verfügbar

Der Open-Source-Editor bringt zudem unter allen Betriebssystemen zusätzliche Funktionen für mehr Flexibilität und Übersicht.

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Sourcecodeeditor: Visual Studio Code 1.33 als Snap-Paket für Linux verfügbar

Microsoft hat Version 1.33 des quelloffenen Code-Editors Visual Studio Code veröffentlicht. Die Neuerungen konzentrieren sich diesmal vor allem auf mehr Flexibilität. Entwickler können die Autovervollständigung anpassen und Standard-Formatierungswerkzeuge für einzelne Programmiersprachen auswählen. Linux-Nutzer finden Visual Studio Code neuerdings im Snap Store von Canonical.

Die Workbench bietet nun eine komfortable Auswahl der natürlichen Sprache. Configure Display Language öffnet ein Fenster mit einer Auswahl der in den installierten Sprachpaketen verfügbaren Locales, statt wie bisher die locale.json-Datei zu öffnen.

Hinsichtlich der Programmiersprachen bietet der Editor beim Ausführen von Format Document an, ein Formatierungswerkzeug als Standard festzulegen. Visual Studio Code speichert die Auswahl in der Konfigurationsdatei. Die Einstellung lässt sich auch über den Wert editor.defaultFormatter in den Sektionen der Programmiersprachen festlegen. Wer statt der Standardeinstellung ein anderes Formatierungstool nutzen möchte, findet den neuen Befehl Format Document With...

Der Editor zeigt die verfügbaren Formatierungswerkzeuge für JavaScript an.

(Bild: Microsoft)

Entwickler können zudem IntelliSense anpassen, um bestimmte Typen aus der Autovervollständigung auszunehmen und die auf einmal angezeigten Vorschläge auf einen Maximalwert zu begrenzen. Letzteres geschieht über die Konfigurationsvariable editor.suggest.maxVisibleSuggestions. Das Setzen des Werts für editor.suggest.filteredTypes auf { "keyword": false } nimmt Schlüsselwörter aus der Auswahl aus. Die Variable editor.suggest.showIcons legt fest, ob IntelliSense Icons anzeigt.

Auch das Verhalten von Go to Definition lässt sich für den Fall anpassen, dass es mehrere passende Ziele gibt, weil das Symbol an verschiedenen Stellen definiert ist – sofern es die jeweilige Programmiersprache erlaubt. Die Variable editor.gotoLocation.multiple legt fest, ob der Editor lediglich eine Vorschau auf alle möglichen Ziele zeigt, automatisch zur der Stelle springt, die in der jeweiligen Erweiterung als primäres Ziel definiert ist, oder als Kombination zum primären Ziel springt und dort die Vorschau auf alle Ziele zeigt.

Das Verhalten des Source-Control-Fensters haben die Macher an andere Ansichten wie den Datei-Explorer und das Debug-Fenster angepasst. Einzelne Repositorys lassen sich über Kontextmenüs ein- und ausblenden.Das Fenster passt zudem automatisch die Größe an. Wer die Fenstergröße lieber manuell einstellen möchte, setzt den Wert für scm.providers.visible auf 0.

Der Debugger kann nun die einzelnen Sessions in einer Baumansicht anzeigen, um Unter-Sessions übersichtlicher anzuzeigen. Allerdings setzt die Ansicht auf eine neue API, und zum Release von Visual Studio Code 1.33 ist lediglich der Node.js-Debugger auf die neue Darstellung ausgelegt. Außerdem bietet der Debugger die Möglichkeit, beim Auftreten bestimmter Ausgaben automatisch eine URL im Browser zu öffnen. Auf die Weise lässt sich durch die angezeigte Seite ein Breakpoint im Serverprozess auslösen.

Der Debugger kann zunächst für Node.js die Prozesse in einer Baumansicht darstellen.

(Bild: Microsoft)

Weitere Neuerungen in Visual Studio Code 1.33 lassen sich der offiziellen Ankündigung entnehmen. Binaries für Windows, macOS, Debian beziehungsweise Ubuntu sowie Red Hat, Fedora und SUSE sind auf der Downloadseite verfügbar. Darüber hinaus steht Visual Studio ab sofort als Snap-Paket im Snap-Store. Der Quellcode liegt auf GitHub. (rme)