Sourcecode-Editor: Visual Studio Code erweitert die Suche

Suchergebnisse lassen sich neuerdings in einem eigenen Editor-Fenster inklusive Syntaxhervorhebung anzeigen.

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Microsoft hat Visual Studio Code 1.43 veröffentlicht. Der Sourcecode-Editor bringt im aktuellen Release mit Search Editors eine neue Ansicht auf Suchergebnisse. Außerdem lässt sich die Größe der Minimap anpassen, die eine Übersicht über den gesamten Sourcecode im aktuellen Fenster bietet. Darüber hinaus können Entwickler Code spaltenweise auswählen und Änderungen zurücknehmen, die mehr als eine Datei betreffen.

Mac-Anwender stolpern zudem beim Start nicht mehr über den Warnhinweis, dass die Software Schadcode enthalten könnte, da Visual Studio Code nun offiziell von Apple beglaubigt (notarized) ist.

Search Editors existieren bereits seit geraumer Zeit in den Insider-Builds von Visual Studio Code und fließen in Version 1.43 in das stabile Release ein. Sie bieten eine bessere Übersicht über Suchergebnisse als die bisherigen Search-Fenster in einem eigenen Editor-Fenster. Die Ansicht bietet Syntaxhervorhebung, und Entwickler können auswählen, wie viele Codezeilen sie vor und nach den Treffern sehen möchten.

Der Search Editor zeigt zusätzliche Codezeilen zu jedem Ergebnis und bietet die aus dem regulären Editor-Fenster gewohnte Codehervorhebung.

(Bild: Microsoft)

Über Go to Definition beziehungsweise die F12-Taste können sie das jeweilige Ergebnis öffnen und über Strg | K F12 dafür ein zusätzliches Editor-Fenster öffnen. Der Search Editor lässt sich entweder aus einer regulären Suche heraus über den Link Open in Editor oder für frische Suchanfragen mit dem Befehl Search Editor: Open New Search Editor öffnen.

Die vertikale Größe der in Visual Studio Code 1.10 eingeführten Minimap lässt sich neuerdings konfigurieren. Die neue Variable editor.minimap.size bestimmt, wie die Codeübersicht den vertikalen Bereich ausfüllt. Standardmäßig ist der Wert auf proportional gesetzt, womit jede Zeile eine feste Höhe hat, die sich aus der Variable editor.minimap.scale ergibt.

Mit dem Wert fit ist die Minimap auch für sehr viele Zeilen nie größer als das Editor-Fenster. Dasselbe gilt für fill, wobei Visual Studio Code zusätzlich kurze Dateien so anpasst, dass sie den vollen vertikalen Bereich ausfüllen.

Eine weitere nennenswerte Neuerung ist die Option, rechteckige Bereiche zu markieren. Wenn im Selection-Menü der Column Selection Mode aktiviert ist, lassen sich Bereiche spaltenweise markieren und auswählen.

Visual Studio Code ermöglicht neuerdings die Auswahl rechteckiger Textbereiche.

Neu ist zudem, dass Aktionen wie das Umbenennen von Methoden, die sich auf mehrere Dateien auswirken, nun für alle betroffenen Dateien zurücknehmen lassen. Allerdings funktioniert das erweiterte Undo noch nicht für Änderungen von Dateinamen, greift also beispielsweise bei Änderungen des Namens einer Java-Klasse, die eine Dateinamensänderung zur Folge hat, ins Leere.

Darüber hinaus bringt Visual Studio Code 1.43 wie üblich zahlreiche kleinere Neuerungen, die vor allem die Übersicht verbessern sollen. Unter anderem lässt sich die Größe der sichtbaren Fenster durch Ziehen ihrer Ecken flexibel ändern, und Visual Studio Code kennt neue Farbgebungen für die Minimap. Das integrierte Terminal ist zudem auf Unicode 11 ausgelegt.

Weitere Neuerungen in Visual Studio Code finden sich in der Ankündigung der Veröffentlichung. Der Sourcecodeeditor ist über heise Download für diverse Betriebssysteme verfügbar. Der Quellcode liegt auf GitHub. (rme)