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Spezifikation für OpenGL 3.1 verabschiedet

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Die Khronos Group veröffentlichte die Spezifikation für OpenGL 3.1 und erfüllt damit die Forderungen nach einer überschaubaren und zeitgemäßen 3D-Programmierschnittstelle. Bereits in Version 3.0 hat das Industriekonsortium zahlreiche OpenGL-Funktionen als veraltet erklärt, die wegen der stürmischen Entwicklung bei Grafikchips heute nicht mehr benötigt werden.

Mit OpenGL 3.1 vollzieht die Khronos Group nun den harten Schnitt und entfernt die veralteten Funktionen von OpenGL 1.x und 2.x aus der Spezifikation. Zu ihnen gehören beispielsweise alle Fixed-Function-Optionen, der Direct-Mode und Pixelformate mit Farbpalette (color index mode). Die einzige Ausnahme sind "Wide Lines" (Line Width größer als 1.0). Die veralteten Funktionen sind nur noch über eine optionale "compatibility extension" verfügbar.

OpenGL 3.1 enthält ferner die neue Version 1.40 der Shader-Sprache GLSL sowie folgende zusätzlichen Features:

  • eindimensionale Texture Buffer Objects für Compute Anwendungen;
  • Signed Normalized Textures mit einem Wertebereich von -1.0 bis +1.0;
  • Uniform Buffer Objects für schnelles Updaten und Austauschen von Daten;
  • bis zu 16 Texturen in Vertex Shader Programmen;
  • Primitive Restart für effektives Zeichnen von Dreiecksstreifen;
  • Instancing für mehrfaches Zeichnen von Objekten aus derselben Datenbasis;
  • CopyBuffer API für schnelles Kopieren von Daten für die Zusammenarbeit mit OpenCL.

Mit diesen Funktionen werden weitere Fähigkeiten aktueller Grafikchips auch unter OpenGL nutzbar. Zudem beschleunigt die Khronos Group damit die Annäherung der OpenGL-API an OpenGL ES für mobile und eingebettete Systeme. (Manfred Bertuch) / (Manfred Bertuch) / (chh)