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Spiele-Engine Unreal 4.24 sagt "Tschüß!" zu Unreal Studio

Wer die Funktionen von Unreal Studio künftig nutzen möchte, findet nun alle Features davon direkt in der Unreal Engine vor.

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(Bild: Epic Games)

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Epic Games hat die Spiele-Engine Unreal in Version 4.24 veröffentlicht. Die größte Änderung dürfte das Abschaffen der Visualisierungsplattform Unreal Studio sein. Allerdings müssen Anwender künftig nicht auf die Features verzichten. Sie sind jetzt allesamt ein kostenloser Teil der Engine, sodass die Entwicklungsaufgaben in einem einzigen Produkt durchführbar sind.

Epic hatte Unreal Studio im März 2018 erstmals in einer kostenlosen Betaversion vorgestellt. Ziel war es primär, Designern und Architekten einen benutzerfreundlicheren Workflow zum Erstellen fotorealistischer Inhalte anzubieten. Die kostenlose Betaphase von Unreal Studio zog sich in die Länge, Epic erweiterte sie zuletzt bis zum November 2019. Der eigentliche Plan war, das Produkt danach in einem Abonnement zum Preis von 49 US-Dollar pro Monat anzubieten. Das ist jetzt wohl Geschichte.

Ein Teil von Unreal Studio war das Toolkit Datasmith, mit dem Entwickler Szenen von 3ds Max, SketchUp Pro, Cinema 4D, und einigen CAD- und BIM-Formaten wiedergabegetreu konvertieren können. Außerdem verfügt die Unreal Engine nun mit Visual Dataprep über ein Werkzeug, mit dem Anwender Daten automatisiert auf die weitere Verwendung vorbereiten können.

Wie bereits im November von Epic Games angekündigt, können Nutzer der Engine nun auf die gesamte Quixel-Megascans-Bibliothek zugreifen. Quixel bezeichnet sich selbst als der größte Anbieter einer 2D- und 3D-Asset-Bibliothek. Im November gab Quixel bekannt, von nun an mit Epic Games zusammenzuarbeiten. Die Assets gelten als produktionsfertig, sollen also laut Epic die Entwicklungszeiten weiter beschleunigen.

Darüber hinaus bietet die Unreal Engine 4.24 nun Support für das USD-Format (Universal Scene Description), was die Zusammenarbeit von Teams verbessern soll. Die Engine kann die Dateien von überall ohne einen vollen Import lesen und Änderungen vornehmen. Die Engine soll den Payload der Datei dann direkt nachladen, um die Änderungen wirksam zu machen.

Einen vollständigen Überblick über die Neuerungen bietet ein Blogbeitrag von Epic Games. (bbo)