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Sprachgesteuerte Dialogsysteme mit OpenDial entwickeln

Das von Pierre Lison an der University of Oslo entwickelte Software-Toolkit steht der Allgemeinheit nun unter einer MIT-Lizenz zur Verfügung. Es soll unter anderem die Interaktion zwischen Mensch und Maschine erleichtern.

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Forscher Pierre Lison hat sein OpenDial-Projekt zum Download freigegeben. Das in Java verfasste Toolkit soll dabei helfen, Dialogsysteme auf Grundlage probabilistischer Regeln zu entwerfen und das entstandene System dann zu bewerten. Es umfasst unter anderem Algorithmen um abzuwägen, in welcher Phase sich ein Dialog befindet, diese Information zu aktualisieren und abzufragen. Um die erstellten Dialogmodelle interaktiv testen und zu beobachten zu können, wie sie sich mit der Zeit verändern, steht außerdem eine Benutzeroberfläche zur Verfügung.

OpenDial ist im Rahmen von Lisons Doktorarbeit (PDF) an der University of Oslo entstanden, wo er es für ein Dialogsystem zur Interaktion zwischen Mensch und Roboter verwendete. Hier muss der Roboter ein vom Menschen erzeugtes Sprachsignal intern verarbeiten und interpretieren, um im Anschluss ebenfalls mit einem solchen Signal zu reagieren. Das Toolkit nutzt die sogenannte Blackboard-Softwarearchitektur, in der alle Module eines Systems auf ein zentrales Informations-Repository zugreifen und sich Module so vergleichsweise einfach integrieren oder entfernen lassen. Das Erstellen, Verwalten und Verstehen von Dialogen ist in OpenDial in Form probabilistischer Regeln im XML-Format festgehalten.

Ein ausführliches Beispiel zum Einsatz des Toolkits ist im Wiki der Projektseite zu finden. Dort lassen sich auch weitere Anleitungen und Hinweise nachlesen. Der Quellcode steht seit kurzem unter einer MIT-Lizenz. (jul)