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State of DevOps 2019: Open-Source-Anwender machen schnellere Fortschritte

Organisationen, die bevorzugt auf Open Source setzen, sind branchenübergreifend erfolgreicher bei der Umsetzung von DevOps-Praktiken.

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(Bild: DORA/Google Cloud)

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Die Analysten und Berater von DORA (DevOps Research & Assessment) haben gemeinsam mit Google Cloud ihren sechsten jährlich erscheinenden Statusbericht zum Thema DevOps vorgelegt. In die Studie "Accelerate: State of DevOps 2019" sind mittlerweile Umfrageergebnisse von weltweit mehr als 31.000 Experten aus Unternehmen aller Branchen eingeflossen.

Die von bekannten Autoren wie Jez Humble, Gene Kim und Nicole Forsgren unterstützte Studie macht in ihrer neuesten Auflage vor allem deutlich, dass sich die erfolgreiche Umsetzung von DevOps-Praktiken in Organisationen rund um den Globus immer stärker etabliert. Der Anteil der Unternehmen, die als Elite unter den DevOps-Pionieren zählen, in deren Organisationen DevOps-Prozesse also bereits fest verankert sind, hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 7 auf 20 Prozent nahezu verdreifacht.

Charakteristisch für besonders erfolgreiche DevOps-Organisationen, zu denen neben der Elite-Gruppe noch die sogenannten High Performer zählen, sind DORA zufolge eine weitreichende Nutzung der Cloud sowie der bevorzugte Einsatz von Open-Source-Software. Als relevante Aspekte für die Cloud-Nutzung gelten dabei die vom NIST (National Institute of Standards and Technology) definierten fünf wesentlichen Merkmale: On-Demand Self Service, standardbasierter Netzzugriff von verschiedenen Endgeräten aus, Ressourcen-Pooling, schnelle Elastizität und Measured Service.

Die Elite und High Performer nutzen die Cloud-Vorteile erheblich umfassender und effizienter aus als die Low Performer unter den DevOps-Organisationen. Der Anteil jener, die sogar alle fünf Cloud-Aspekte ausschöpfen, ist 24-mal höher als bei den weniger versierten DevOps-Anwendern.

In ihrem Blogbeitrag zur Veröffentlichung des Reports 2019 betont Nicole Forsgren, Research and Strategy bei Google Cloud, dass die DevOps-Expertise in den Unternehmen nun einen Reifegrad erreicht habe, wie ihn der Autor Geoffrey A. Moore in seinem gleichnamigen Marketing-Buch "Crossing the Chasm" beschrieben habe. Bei genauerem Blick in die Studienergebnisse zeigt sich jedoch, dass der Zugewinn an Know-how und praktischer Erfahrung in Sachen DevOps vor allem bei den Elite-Unternehmen zu finden ist. Insgesamt ging aber der Anteil der DevOps-Experten (Elite plus High Performer) unter den untersuchten Organisationen von 55 Prozent im Vorjahr auf nur noch 43 Prozent zurück, während die Medium Performers mit 44 Prozent nun die größte Gruppe bilden.

Die DevOps-"Elite" setzt sich ab.

(Bild: DORA/Google Cloud)

Gründe für diese Entwicklung dürften unter anderem in der Tatsache zu finden sein, dass die Unternehmen zwar mehrheitlich in die Implementierung von Cloud-Techniken investieren, deren Potenzial bisher aber nicht voll ausschöpfen. Der Studie zufolge schaffen es bisher erst 29 Prozent, ihre DevOps-Prozesse mit den fünf NIST-Cloud-Kriterien in Einklang zu bringen.

Ein weiteres Erfolgskriterium sehen die Studienverantwortlichen im Einsatz von Open Source. Wie sich bereits im Report 2018 abgezeichnet hatte, vertrauen vor allem Low Performer nach wie vor auf proprietäre Software. Da damit verbundenen Kosten für Wartung und Support stellen den DORA-Experten zufolge in der Regel ein Hindernis bei der erfolgreichen und effizienten Umsetzung von DevOps dar. Elite und High Performer vertrauten aus diesem Grund stärker auf quelloffene Software.

Weitere Erkenntnisse des Reports finden sich im Beitrag von Nicole Forsgren. Die komplette Studie "Accelerate: State of DevOps 2019" steht auf der Website von Google Cloud kostenlos zum Download parat – die Anbieter erwarten lediglich eine Registrierung unter Angabe einiger persönlicher Daten. (map)