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Studie: Begrenzte Ressourcen und sich ständig ändernde Techniken behindern App-Entwicklung

Laut einer Studie von Telerik, einem Hersteller von Entwicklerwerkzeugen, haben viele Programmierer noch nie eine mobile App erstellt. Die App-Entwicklung scheint weiterhin eine hochspezialisierte Angelegenheit zu sein.

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Studie: Begrenzte Ressourcen und sich ständig ändernde Techniken behindern App-Entwicklung

Um bei der Entwicklung mobiler Anwendungen besser voranzukommen, braucht es die richtigen Werkzeuge und Prozesse. Das ist das zentrale Ergebnis der von Telerik veröffentlichten Studie "State of Mobile Development". Das zu Progress gehörende Unternehmen hatte für die Studie im Juni 2015 weltweit 3000 IT-Verantwortliche und Entwickler zur Verbreitung und zu Trends der mobilen App-Entwicklung befragt. Telerik ist ein Hersteller von Entwicklungswerkzeugen für die App-Entwicklung und Steuerelementen für .NET.

Das Interesse an mobilen Apps wachse zwar kontinuierlich, die Entwicklung solcher Anwendungen sei den Studienautoren zufolge aber weniger weit verbreitet, als vor diesem Hintergrund anzunehmen wäre. Für insgesamt 57 Prozent der befragten Entwickler ist die mobile Entwicklung offenbar nach wie vor Neuland oder sie haben sogar noch nie eine App erstellt. Etwas weniger als die Hälfte gaben an, im Durchschnitt pro Jahr gerade einmal eine funktionale App zu entwickeln. 16 Prozent der Befragten sind anscheinend wegen Einschränkungen sowie sich ständig ändernden Techniken und Entwicklungspraktiken frustriert. Darüber hinaus kämpften sie mit mangelnder Zeit (19 %), fehlenden Werkzeugen (15 %) und Einschränkungen beim Budget.

Als wichtigsten Grund für die Entwicklung mobiler Apps haben die Befragten die verbesserte betriebliche Effizienz genannt. Zu den weiteren Beweggründen zählen neue Umsatzchancen (39 %), erhöhte Mitarbeiterproduktivität (38 %), bessere Kundenservices (35 %) und eine bessere Einbindung der Kunden (34 %). Um diese Ziele zu erreichen, müsse eine mobile App nach Ansicht der Studienteilnehmer vor allem eine gute User Experience bieten – egal, ob sie für Außenstehende gedacht sei oder geschäftskritische interne Funktionen abdecke. So nannten 44 Prozent der Befragten UI als den wichtigsten Aspekt der von ihnen entwickelten Apps; auf den weiteren Plätzen folgen einfache Wartung (24 %), Leistungsfähigkeit (15 %) und Sicherheit (11 %).

Die Mehrheit der befragten Entwickler hat offenbar keine Vorliebe für einen bestimmten Ansatz (hybrid, nativ, Web) beim Erstellen mobiler Apps. Ihre Präferenzen hinsichtlich der drei möglichen Vorgehensweisen liegen relativ nahe beieinander. So nannte ein Drittel hybride Apps als ihren bevorzugten Ansatz, auf Platz zwei folgen mit 25 Prozent native Apps, 19 Prozent präferieren Web-Apps. Mehr als drei Viertel der Befragten entwickeln für Android, 63 Prozent für iOS und 40 Prozent für Windows Phone.

Von denjenigen, die Apps für iOS erstellen, entwickeln 83 Pozent auch mobile Anwendungen für Android. Obwohl die plattformübergreifende Entwicklung für den Großteil der mobilen B2B- und B2C-Apps ein Muss sei, ist sie wohl auch eine der größten Herausforderungen. 36 Prozent der Befragten nannten sie – gleichauf mit einer übersichtlichen Benutzeroberfläche – als den anspruchsvollsten Aspekt des App-Building-Prozesses.

Für die Zukunft erwarten die Befragten einen breiten Mix an Plattformen, der zusätzlich zu Mobile auch Web (87 %), Desktop (62 %), das Internet der Dinge (22 %) und Wearables (6 %) umfasse. An erster Stelle stehe aber eher das Internet der Dinge als die Entwicklung für Wearables. So glauben 35 beziehungsweise 21 Prozent, dass die sogenannten Smart Appliances und Virtual-Reality-Geräte wie Oculus Rift künftig wichtiger sein werden als Wearables. Lediglich 21 Prozent der Befragten haben noch für 2015 konkrete Pläne zur Entwicklung von Apps für Wearables. 45 Prozent von ihnen werden dabei Apps für Apple Watch erstellen.

Der vollständige Report (in englischer Sprache) lässt sich nach der Registrierung herunterladen. (ane)