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Studie: Continuous Delivery ist De-facto-Standard für Software-Entwicklung

Der Einsatz von Continuous Delivery ist in verschiedensten Branchen und Produktkategorien mittlerweile gesetzt. Das zeigen die im Auftrag von Perforce Software aufbereiteten Ergebnisse einer Studie zum Thema

Für die Erhebung der Studie "Continuous Delivery: The New Normal for Software Development [1]" hatten die Analysten von Evans Data Corporation 600 Softwareentwickler, Abteilungsleiter und Führungskräfte online in den Vereinigten Staaten und Großbritannien befragt. 65 Prozent der Befragten gaben an, sie verwendeten Continuous Delivery zumindest bei einigen Projekten, während 28 Prozent die damit verbundenen Methoden über alle ihre Projekte hinweg einsetzen würden.

Beinahe die Hälfte aller Befragten war zudem der Meinung, dass die Konkurrenz bereits Continuous-Delivery-Praktiken verwende. Daraus lässt sich laut den Herausgebern der Studie ableiten, dass Continuous Delivery als neuer Standard für Softwareentwicklung angesehen wird.

Das wird auch dadurch gestützt, dass nahezu alle befragten Führungskräfte und Abteilungsleiter (97 Prozent) von Continuous Delivery schon gehört haben. Im Vergleich dazu sind es unter den Softwareentwicklern mit 84 Prozent etwas weniger. Als Vorreiter für den Einsatz von Continuous Delivery dürfen SaaS-Unternehmen (Software as a Service) gelten. 80 Prozent setzen bereits die damit verbundenen Methoden ein, doch die anderen Unternehmen holen offenbar auf. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten der Nicht-SaaS-Unternehmen gab an, dass sie mit der Anwendung von Continuous Delivery zumindest im Rahmen einzelner Projekte oder Teams begonnen hätten. Als größtes Hindernis für den Umstieg auf Continuous Delivery wird die Integration von Automatisierungstechniken gesehen.

Nur 40 Prozent der Befragten glaubt, dass ihre Unternehmenskultur auf die Umstellung vorbereitet ist. 53 Prozent der Befragten sind der Meinung, technisch auf Continuous Delivery präpariert zu sein, und 59 Prozent, dass ihre Belegschaft dazu bereit sei.

Continuous Delivery wird als Prozess für die Produktivstellung verstanden, in dessen Zentrum eine Art Pipeline steht, durch die Anforderungen von der Implementierung bis zur Auslieferung laufen. Zunächst werden die Änderungen in der Versionskontrolle eingestellt. Dann laufen Unit-Tests und gegebenenfalls eine statische Codeanalyse der Software. Im nächsten Schritt erfolgen automatisierte Akzeptanztests. Sie überprüfen, ob die Features fachlich korrekt implementiert sind. Schließlich werden Kapazitätstests durchgeführt. Diese überprüfen, ob die Software die gewünschte Performance erreicht. Zuletzt finden manuelle Tests statt. (ane [2])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-2100842

Links in diesem Artikel:
[1] http://info.perforce.com/continuous-delivery-survey-report.html
[2] mailto:ane@heise.de