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Studie: Entwickler lieben Java

Die alljährliche JetBrains-Studie zum Entwicklerökosystem will aufzeigen, was die Programmierwelt umtreibt.

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Studie: Java weiterhin beliebteste Programmiersprache

(Bild: JetBrains’ State of Developer Ecosystem 2018)

Laut der Studie "The State of the Developer Ecosystem 2018" ist die Programmiersprache Java nach wie vor die beliebteste primäre Programmiersprache. JavaScript führt hingegen die Kategorie "meistverwendete Programmiersprache" an, und Go steht bei der Kategorie "vielversprechendste Sprache" vorne.

Hinter der Studie steht JetBrains, der tschechische Hersteller von Entwicklungsumgebungen und Entwicklerwerkzeugen. Den Beobachtungen liegt eine Umfrage zugrunde, an der offenbar weit über 10.000 Teilnehmer mitgemacht hatten, von denen aber nur rund 6000 Entwickler aus 17 Ländern herangezogen wurden. Bekannt wurde JetBrains durch die Java-IDE IntelliJ IDEA. Doch mittlerweile kann das Unternehmen auch mit erfolgreichen Entwicklungsumgebungen für JavaScript-, PHP- und Python-Entwickler aufwarten. Selbst für C++- und Go-Programmierer hat das Unternehmen seit einiger Zeit IDEs im Portfolio. Des Weiteren steht JetBrains hinter der JVM-Sprache Kotlin, die zunehmend in der Entwicklung für das mobile Betriebssystem Android wichtiger geworden ist.

Die Liste der Sprachen, die die Befragten regelmäßig verwenden, umfasst neben JavaScript (64 %, HTML/CSS (55 %) und Java (51 %] im Folgenden SQL samt Erweiterungen (47 %), Python (41 %), PHP (26 %), C# (22 %), C++ (18 %), TypeScript (17 %), C (16 %), Kotlin (9 %), Ruby (8 %), Swift (8 %) und Scala (5 %). 16 Prozent der Befragten planen offenbar, Go nutzen zu wollen, und 13 Prozent gaben an, Kotlin gehöre zu den Sprachen, mit denen man sich beschäftigen wolle. Knapp 40 Prozent der Befragten sehen hingegen keinen Grund, eine neue Programmiersprache einzuführen. Knapp ein Drittel listet Python unter den Sprachen auf, die in den letzten zwölf Monaten begonnen wurden, gefolgt von JavaScript, Java und Go.

Fast alle der Befragten (82 Prozent) gaben an, IDEs wie IntelliJ IDEA und Eclipse zu verwenden, doch knapp 70 Prozent setzen außerdem auf kleinere Desktop-Editoren. Letztlich passt fast jeder der befragten Entwickler seine Entwicklungsumgebung an die eigenen Bedürfnisse an. 77 Prozent gaben an, dass sie Quellcodeverwaltungswerkzeuge wie GitHub und Bitbucket verwenden. 69 Prozent bestätigten, dass sie Issue-Tracker wie Jira einsetzen. 44 Prozent gaben an, dass sie Continuous-Integration- und -Delivery-Software wie Jenkins nutzen.

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten scheint Datenbanken, Unternehmens-Dienste und/oder -Anwendungen lokal zu hosten, etwas weniger als die Hälfte nutzt hierfür selbst administrierte Server. Knapp ein Drittel der Nutzer von Cloud-Diensten setzt auf Amazon Web Services, je 10 Prozent verteilen sich auf Googles Cloud Platform und Microsoft Azure.

Wer sich tiefer mit der Programmiersprachenlandschaft beschäftigen möchte, sei auf die Website mit den Ergebnissen der JetBrains-Studie verwiesen. Wie JetBrains die eingegangenen Daten aufbereitet hat, darauf verweist die Ankündigung zur Studie im Blog des Unternehmens. Im vergangenen Jahr hatte die Firma eine vergleichbare Umfrage durchgeführt. (ane)