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Studie: HTML5 ist in der Multiplattform-Entwicklung gesetzt

Obgleich HTML5 erst dieses Jahr offiziell ratifiziert werden soll, ist es bereits unter Webentwicklern als plattformübergreifende Technik für die Anwendungsentwicklung in Unternehmen gesetzt.

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Sencha, ein Hersteller von Werkzeugen insbesondere im Umfeld mobiler Web-Apps, hat die Ergebnisse einer um den Jahreswechsel herum weltweit durchgeführten Umfrage zum Status quo von HTML5 in Unternehmen veröffentlicht. An der nur bedingt repräsentativen Erhebung nahmen über 2100 Entwickler teil, darunter auch Anwender der Werkzeuge des Unternehmens.

Herausgekommen ist unter anderem, dass 70 Prozent der Umfrageteilnehmer 2013 mehr mit HTML5 zu tun hatte als im Vorjahr, wobei drei Viertel der Befragten offenbar auch dieses Jahr damit arbeiten werden. Nur vier Prozent der Befragten gab an, HTML5 dieses Jahr weniger einsetzen zu wollen. Offiziell soll HTML5 dieses Jahr durch das W3C abgesegnet werden. Das Standardisierungsgremium empfiehlt aber schon seit dem sogenannten "Last Call" den Einsatz der Auszeichnungssprache, die meisten Browser haben HTML5 bereits – wenn auch unvollständig – implementiert.

Für gewöhnlich unterstützen die Entwickler fünf unterschiedliche Gerätetypen – als Plattformen werden vorrangig Windows, Mac OS, iPhone, iPad und mindestens ein Android-Gerät genannt. Das "klassische" Windows unterstützen rund 30 Prozent nicht mehr, die meisten setzen sowohl auf Desktop- und mobile Systeme. Das ist eine merkliche Veränderung gegenüber noch vor einigen Jahren, als Entwickler primär Desktop-Systeme bedienten.

Unterschiede hatte Sencha zwischen den von Entwicklern unterstützten Plattformen und denen festgestellt, auf denen Tests durchgeführt werden. Als Beispiel werden Windows-Tablets genannt, für die 23 Prozent der Entwickler Apps schreiben, aber auf denen nur 13 Prozent ihre Apps testen. Die besten Werte haben hier Android und iOS. 60 Prozent der Befragten entwickelt für Android-Smartphones, ebenso viele testen ihre Apps auf diesen Geräten. Bei den Android-Tablets ist das Verhältnis 55 zu 43 Prozent. Bei iPad und iPhone sind die Ergebnisse nahezu gleichwertig. (58/51 % und 57/54 %).

Eher geringes Interesse scheint es hinsichtlich der noch jungen Programmiersprachen Dart und TypeScript zu geben, die von Google beziehungsweise Microsoft als Konkurrenten von JavaScript ins Rennen geschickt werden. An Googles JavaScript-Alternative Dart zeigten knapp 60 Prozent der Befragten kein Interesse oder sie kennen sich mit ihr nicht aus. Großes Interesse hatten nur 10 Prozent angegeben, mit 17 Prozent sind es bei Microsofts JavaScript-Aufsatz nur wenig mehr. (ane)