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Studie: Hohe Datenqualität beschleunigt Applikationsentwicklung

Die schlechte Brauchbarkeit von Testdaten führt laut einer von Delphix herausgegebenen Studie zu eklatanten Verzögerungen bei der Veröffentlichung von Software.

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Studie: Hohe Datenqualität beschleunigt Applikationsentwicklung

Delphix, ein Hersteller von Datenvirtualisierungs- und Data-Masking-Software, hat die Studie "State of Test Data Management" vorgestellt. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass eine hohe Datenqualität essenziell für eine schnelle Anwendungsentwicklung sei. Die der Studie zugrunde liegende Befragung zeigt auch, dass Unternehmen mehr Daten für eine größere Anzahl an Teams bereitstellen wollen. Das führe in der Regel dazu, dass die IT Abstriche bei der Datenqualität machen müsse. Laut Studienteilnehmer sei es allerdings wichtig, Software in hoher Qualität schnell auf den Markt bringen zu können, um im digitalen Wirtschaftsumfeld zu bestehen.

Der Erhebung zufolge setzen Unternehmen agile sowie DevOps-Methoden ein, um Innovationen hervorzubringen. Allerdings benötigten Abläufe für das Testdaten-Management (TDM) besonders viel Zeit. Gerade das verzögere die Anwendungsentwicklung mitunter stark. Die Befragung ergab außerdem, dass es im Durchschnitt dreieinhalb Tage dauere und vier Mitarbeiter benötigt würden, um eine Umgebung für Test- und Entwicklungszwecke vorzubereiten. Um den Anfragen nach zügiger Datenbereitstellung im gesamten Unternehmen entgegenzukommen, würden beim Datenschutz oft Abstriche gemacht. 75 Prozent der Befragten erklärten, dass Entwickler oft Zugang zu ungeschützten, sensiblen Informationen hätten.

Früher wäre das Testdaten-Management als Back-Office-Funktion angesehen worden. Das hat sich laut der Studie jedoch geändert: Die Disziplin sei gereift und nehme nun einen Platz neben IT-Initiativen wie Cloud und DevOps ein. TDM bringe messbare Ergebnisse, heißt es in der Studie. Dazu gehören offenbar schnellere Releases-Verfügbarkeit (30 % Zustimmung), weniger Software-Defekte (15 %) und das Einhalten von Datenschutzgesetzen sowie Vorschriften (100 %).

Von allen Befragten berichtet fast die Hälfte (45 %), dass sie Maßnahmen ergreifen wollen, um TDM zu verbessern. Weitere 43 Prozent sind anscheinend zuversichtlich, dass ihre Unternehmen Schritte einleiten, um das Testdaten-Management in den nächsten zwölf Monaten zu verbessern. Firmen planen wohl zunehmend damit, automatisierte Self-Service-Strategien zu entwickeln. Sie würden es Programmierern ermöglichen, Kopien maskierter Daten als Lesezeichen zu speichern, zurückzusetzen, zu archivieren und zu teilen.

Für die Studie wurden 225 Führungskräfte aus 17 Branchen innerhalb von zwei Monaten weltweit befragt. Am stärksten repräsentiert waren die Teilnehmer aus den Bereichen IT-Dienstleistungen (33 %), Finanzdienstleistungen (17 %) und Gesundheitswesen (10 %). (ane)