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Studie: Managed Services und Cloud erobern das Software-Testen

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Laut der Marktstudie "Quality Matters 2013" setzen sich Managed Services und Cloud Computing beim Testen von Software zunehmend durch. Demnach würden Unternehmen in Zukunft weniger Testwerkzeuge kaufen und stattdessen zunehmend auf Cloud- und Managed Services setzen.

Hinter der Studie steht das Unternehmen SQS Software Quality Systems, das auch Ausrichter der Softwarequalitätskonferenz iqnite ist: Dieses hatte dafür in einer im letzten Jahr online durchgeführten Erhebung etwa 150 Teilnehmer aus dem Umfeld von Software-Qualitätsmanagement und -Testen befragt, von denen gut die Hälfte aus deutschsprachigen und knapp ein Viertel aus englischsprachigen Ländern (Australien, Großbritannien, Indien, Irland, Südafrika, USA) kommen.

Während heute 43 Prozent der Befragten kommerzielle Testwerkzeuge mit kostenpflichtigem Support einsetzen, wollen das zukünftig nur noch ein Drittel tun. Umgekehrt wird der Anteil derer, die Tools als Cloud-Service einkaufen, voraussichtlich von acht auf schon bald 20 Prozent ansteigen. Vor allem die Finanzindustrie will offenbar gekaufte Testwerkzeuge durch Cloud- und Managed Services ablösen. In leicht abgeschwächter Form trifft das wohl auch auf Produktions- und Handelsunternehmen zu.

Eine Sonderstellung nehmen laut der Studie regulierte Sektoren wie öffentliche Verwaltungen ein: Hier wollen 15 Prozent der Befragten zukünftig auf Open-Source-Werkzeuge mit eigenem Support setzen. Die Hinwendung zu quelloffenen Produkten im öffentlichen Bereich korrespondiert mit dem dortigen Bedeutungsverlust von Eigenentwicklungen: Setzt heute noch fast ein Viertel auf eigen entwickelte Werkzeuge, wollen das in Zukunft nur noch fünf Prozent tun.

Heute findet der überwiegende Teil des Software-Testens noch auf Basis von Verträgen statt, bei denen nach Zeit und Aufwand abgerechnet wird – sei es durch eigene Mitarbeiter (40 Prozent der befragten Unternehmen) oder durch zusätzliche Freiberufler und Zeitarbeiter (18 Prozent). Auf Managed Services mit einer klaren Orientierung an Ergebnissen setzen derzeit hingegen 14 Prozent der Unternehmen. Dieser Anteil könnte in naher Zukunft auf 22 Prozent steigen, so die Herausgeber der Studie. (ane)