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Studie: Mehrheit beklagt Leistungsprobleme bei Microservices

Microservices haben eine enorme Auswirkung auf Java-Anwendungsstrategien, allerdings krankt es laut einer Studie vor allem an der Leistung der Gesamtanwendung.

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(Bild: Djordje Novakov/Shutterstock.com)

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Perforce Software beziehungsweise konkreter das Team hinter dem Java-Werkzeug JRebel hat die Ergebnisse einer weltweit durchgeführten Umfrage unter knapp 400 Java-Entwicklern veröffentlicht. Zentrale Beobachtung des nicht repräsentativen "2020 Java Developer Productivity Report" ist, dass die Umstellung auf Microservices-Architekturen auf die Wahl der Java-Techniken, Leistung der Anwendungen sowie Produktivität der Entwickler immense Auswirkungen hat.

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten hat demnach angegeben, dass Microservices der zentrale Architekturstil für die von ihnen entwickelte Hauptanwendung seien. Knapp 28 Prozent konzentrierten sich wohl auf eine monolithische Architektur. Knapp 10 Prozent gaben an, dass serviceorientierte Architekturen eine zentrale Rolle einnehmen würden.

Im Gegenzug berichten jedoch 62 Prozent der Befragten von Problemen bezüglich der Leistung Microservices-basierter Anwendungen. Hierzu passt, dass ein Drittel der Java-Entwickler die Leistung der Gesamtanwendung als die größte Herausforderung bei der Microservices-Entwicklung ansehen. Weitere 29 Prozent führten die Fehlersuche bezüglich der Leistung bei der Interaktion von Microservices untereinander als größte Herausforderung an.

Auf die Frage, wo sich die befragten Java-Entwickler auf ihrer Microservices-Reise befänden, gaben 36 Prozent an, dass sie noch beim Umstieg seien, etwa 27 Prozent sind schon komplett auf Microservices-Architekturen. Rund ein Fünftel sprechen noch über die Einführung und 15 Prozent haben keine aktuellen Pläne, Microservices einzuführen.

Was sind die größten Herausforderung bei der Arbeit mit Microservices?

(Bild: Perforce)

Die Befragung ergab darüber hinaus, dass 51 Prozent der Entwickler mit nichtfunktionalen Leistungsanforderungen beauftragt seien, wobei nur sechs Prozent vollkommen zufrieden damit seien, wie gut sie die Leistung innerhalb der Microservices-Anwendung verstünden. Für diejenigen, die über Microservices nachdenken, um Bereitstellungszeiten zu reduzieren, ergab die Befragung, dass knapp die Hälfte der Entwickler länger als vier Minuten pro Wiederbereitstellung einer Applikation benötigten.

Andere Ergebnisse der Befragung, etwa über den Einsatz der Entwicklerwerkzeuge oder die genutzte Java-Version, berücksichtigt die Studie ebenfalls. Beziehen können sie Interessierte gegen Angabe personenbezogener Daten. (ane)