Menü
Developer

Studie: Windows-Entwickler sehen größte Nachfrage bei Android

vorlesen Drucken Kommentare lesen 94 Beiträge

Durch die Einführung von Windows 8 als neue App-Plattform hat sich der eine oder andere Entwickler sicherlich ein neues Geschäftsfeld erhofft. Die Realität sieht aber häufig wohl meist anderes aus, denn das vor einem Jahr lancierte Microsoft-Betriebssystem scheint als zusätzliche Plattform zu iOS und Android bei Auftraggebern nicht recht durchstarten zu wollen, denn weiterhin ist bei den meisten die Entwicklung für Apples und Googles mobile Betriebssysteme als Erstes gesetzt. Zu dem Ergebnis kommt die Studie "Entering the Brave New World of Mobile Apps", die die Marktforscher von Dimensional Research im Auftrag von Embarcadero erstellt haben. Für die Untersuchung waren im August 2013 weltweit 1300 Windows-Desktop-Entwickler befragt worden.

85 Prozent der befragten Entwickler können Anfragen zur Entwicklung mobiler Anwendungen aufweisen. Die am meisten nachgefragte Plattform war offenbar Android mit 83 Prozent, gefolgt von iOS mit 67 Prozent. An dritter und vierter Stelle liegen Windows Phone (33 %) und Windows RT (17 %), obgleich die Umfrage unter Windows-Entwicklern durchgeführt wurde. Auf etwas weniger Anfragen als für die Windows 8 zugrunde liegende Windows Runtime kommt BlackBerry mit 14 Prozent.

Für Windows-Entwickler bedeutet die Priorisierung vieler auf Android und iOS, dass sie sich nun verstärkt in die Entwicklung für diese Plattformen einarbeiten müssen, es sei denn, sie können auf einen plattformübergreifenden Entwicklungsansatz zurückgreifen. Hier will sich der Auftraggeber der Studie, Embarcadero, ins Spiel bringen, denn er preist seine Programmierumgebung RAD Studio XE seit kurzem als Werkzeug zur Entwicklung nativ kompilierter plattformübergreifender Apps an.

Embarcaderos "nativer" Ansatz wird durch die Studie gestützt, denn nahezu drei Viertel der teilnehmenden Windows-Entwickler sehen die App-Entwicklung auf Basis von HTML5, JavaScript und CSS aufgrund der Probleme bei der Umsetzung nativer Gerätefunktionen und nicht ausreichender Programmiersprachkenntnisse als Herausforderung an. 85 Prozent empfinden darüber hinaus die nativen als die besseren Apps. Diese mit derselben Codebasis erstellen zu können, erscheint – nicht verwunderlich – für 95 Prozent der Studienteilnehmer als erstrebenswert. (ane)