TIOBE: Swift schnellt in die Top 20 des Programmiersprachenindex vor

Swift ist nicht die erste Programmiersprache, der innerhalb kürzester Zeit den Sprung in die Top 20 des Index zur Ermittlung der populärsten Programmiersprachen gelungen ist. Sie hat auf jeden Fall das Potenzial, auch obenauf zu bleiben.

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Apples auf dem World Wide Developer Congress Anfang Juni erstmals vorgestellte neue Programmiersprache Swift hat nach nur einem Monat den Sprung in die Top 20 des TIOBE Programming Index zur Ermittlung der populärsten Programmiersprachen geschafft. In der Juli-Ausgabe nimmt der jüngste Spross unter den C-basierten Programmiersprachen mit 1,054 Prozentpunkten die Position 16 ein.

Auf die berechtigte Frage, inwiefern Swift das Potenzial hat, unter den Top 20 bestehen zu bleiben, gehen auch die Herausgeber des Index ein. Sie ziehen hier die Parallele zur Programmiersprache Go, die vor rund viereinhalb Jahren ebenfalls innerhalb kürzester Zeit die Top 20 des Index enterte – damals auf Platz 13 –, mittlerweile aber zumindest bei TIOBE in die Bedeutungslosigkeit versunken ist. Im Gegensatz zu Googles Programmiersprache wird aber bei Swift größeres Potenzial vermutet, da bei Apples Sprache das Ziel klarer abzusehen sei – nämlich das in die Jahre gekommene Objective-C in der Entwicklung für iOS und OS X abzulösen.

Objective-C liegt im Index derzeit mit 10,29 Prozent an dritter Position. Die weiteren Podestplätze nehmen C (17,15 %) und Java (15,69 %) ein. Ebenfalls in den Top 10 zu finden sind C++ (5,52 %), (Visual) Basic (4,34 %), C# (4,05 %), PHP (2,92 %), Python (2,66 %), JavaScript (1,81 %) und Transact SQL (1,76 %), das Anfang des Jahres zur Sprache des Jahres 2013 gekürt worden war.

Verlauf der Beliebtheitskurve der momentanen Top 10 des TIOBE-Programmiersprachenindex (Bild: TIOBE)


Der TIOBE-Index soll als Barometer der Beliebtheit von Programmiersprachen dienen. Aufgrund der Berechnungsweise, bei der die Treffer der Anfrage +"<language> programming" in verschiedenen Suchmaschinen gezählt werden, ist er allerdings umstritten. Ende vorigen Jahres erweiterten die Betreiber die Liste der zu Rate gezogenen Suchmaschinen und änderten die Berechnungsbasis so, dass nicht länger die Wertungen der Top 50 100 Prozent ergeben, sondern die Summe der Wertungen aller im Index verzeichneten Sprachen.

Siehe dazu auf heise Developer:

(ane)