Menü
Developer

Telerik übernimmt Web-Debugger Fiddler

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 1 Beitrag

Telerik, Anbieter von Entwickler-, Test- und Content-Management-Werkzeugen, hat das beliebte HTTP-Debugging-Werkzeug Fiddler übernommen. Es kommt bereits als Kerntechnik in Teleriks Test-Studio-Familie zum Einsatz und soll im Rahmen dieser Produktfamilie weitergeführt werden. In eine Vollzeitstelle in deren Entwicklerteam wechselt mit der Übernahme Eric Lawrence, der Fiddler als Freizeitprojekt neben seiner Arbeit bei Microsoft entwickelt hat.

Laut Christopher Eyhorn, Teleriks Executive Vice President Testing Tools, soll Fiddler weiterhin kostenlos verfügbar bleiben. Eyhorn betont, man möchte nicht den gleichen Fehler machen wie andere Unternehmen, die zuvor freie Tools nach der Übernahme nachträglich kostenpflichtig hätten werden lassen. Offenbar nimmt er Bezug auf die Geschichte der Übernahme des .NET-Decompilers Reflector durch das Unternehmen Red Gate. Auffällig "zufällig" ist allerdings, dass Red Gate kürzlich mit der Übernahme von Glimpse, einem quelloffenen und ebenfalls im Web-Debugging-Bereich angesiedelten Tool, erneut von sich reden machte.

Mit Fiddler lässt sich der HTTP-Verkehr nahezu jeder Anwendung, die einen Proxy unterstützt, untersuchen und protokollieren. Damit ist das Tool browserunabhängig und kann auch bei der Entwicklung mobiler Anwendungen auf Geräten wie Windows Phone, Android, iPhone und iPad hilfreiche Dienste leisten. Ein umfangreiches Scripting-Subsystem bietet die Möglichkeit, in jeder .NET-Sprache geschriebene Erweiterungen einzubinden.

Zunächst plant Telerik, Fiddler mit einer verbesserten Benutzeroberfläche auszustatten und weitere Plattformen zu unterstützen. Eines der Ziele soll sein, Fiddler gezielt auf Unternehmensniveau zu hieven. Aber auch bei dieser Zukunftsplanung möchte Telerik die Community nicht außen vorlassen – eine kurze Umfrage auf der Fiddler-Hompage bittet um Feedback. (Harald M. Genauck) / (ane)